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Schlaganfallversorgung Perfusionsbildgebung im Interventionsraum verbessert Therapieentscheidungen

Quelle: Pressemitteilung Siemens Healthineers und Cercare Medical 2 min Lesedauer

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Cercare Medical und Siemens Healthineers bündeln ihre Technologien, um die Perfusionsbildgebung bei Schlaganfällen direkt in den Interventionsraum zu bringen. Die Kombination aus Cone-Beam-CT und softwarebasierter Analyse ermöglicht schnelle, fundierte Therapieentscheidungen ohne Zeitverlust durch Patiententransporte.

Tmax Perfusionskarten: Links die Cone Beam CT Perfusion, rechts im Vergleich dazu die konventionelle CT Perfusion.(Bild:  Prof. Johannes Kaesmacher, Inselspital, Universitätsklinikum Bern, Schweiz)
Tmax Perfusionskarten: Links die Cone Beam CT Perfusion, rechts im Vergleich dazu die konventionelle CT Perfusion.
(Bild: Prof. Johannes Kaesmacher, Inselspital, Universitätsklinikum Bern, Schweiz)

Cercare Medical und Siemens Healthineers arbeiten zusammen, um die Einführung der Cone-Beam-CT-Perfusionsbildgebung (CBCT-P) in der Akutversorgung von Schlaganfällen voranzutreiben. Dieses Verfahren kann den Blutfluss durch das Hirngewebe darstellen und sichtbar machen, wie gut verschiedene Areale mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Cercare Medical Neurosuite (CMN), ein integriertes Portfolio herstellerunabhängiger Bildgebungssoftwarelösungen für eine automatisierte, übergreifende Perfusionsanalyse, kann Daten aus Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Cone-Beam-CT verarbeiten. CBCT-P Daten werden auf Basis des Syngo-Dyna-CT-Multiphase-Protokolls von Siemens Healthineers erzeugt, einem 3D-Aufnahmeprotokoll zur Erfassung von bis zu zehn CBCT-Angiographiephasen.

Die Kombination dieser beiden Lösungen ermöglicht eine Perfusions- und Stoffwechselbildgebung direkt im Interventionsraum und unterstützt die Diagnose, Triage und Behandlung von Schlaganfällen, ohne dass Patienten vom Behandlungsraum zu einem diagnostischen Bildgebungssystem übertragen werden müssen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu optimieren und die Zeit bis zum Behandlungsbeginn zu verkürzen, was ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg v. a. bei Schlaganfällen ist.  

Jede Minute zählt

Schlaganfälle sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Todesfälle und Behinderungen weltweit. Etwa jeder vierte Erwachsene erleidet im Laufe seines Lebens einen Schlaganfall. Da dabei jede Minute Millionen von Nervenzellen verloren gehen, ist eine schnelle und präzise Bildgebung für die Behandlungsentscheidung von hoher Bedeutung. 

Die Lösung ermöglicht eine unmittelbare Beurteilung der Gewebevitalität während und nach der Thrombektomie – einschließlich der Erkennung distaler Verschlüsse, mikrovaskulärer Störungen und des No-Reflow-Phänomens. Die CBCT-P-Bildgebung liefert mit Angiographiesystemen nahezu CT-ähnliche Perfusionskarten und bietet während der Intervention wichtige Erkenntnisse anhand konventioneller Perfusionsparameter und fortschrittlicher metabolischer Biomarker. 

Echtzeit-Bildgebung als Schlüssel

Die wissenschaftlichen Grundlagen der Lösung wurden in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Johannes Kaesmacher vom Inselspital der Universität Bern erarbeitet. Zusätzliche Projekte laufen derzeit an drei weiteren Krankenhäusern. „Man kann nur behandeln, was man sehen kann. Die CBCT-P-Bildgebung liefert entscheidende Erkenntnisse direkt im Interventionsraum, wo Standard-Bildgebungsverfahren wie CT oder MRT nicht sofort verfügbar sind“, erklärt Prof. Kaesmacher. „Das erleichtert eine bildgestützte Entscheidungsfindung in Echtzeit in der akuten Behandlungsphase. Dazu gehört die Beurteilung von Restverschlüssen, No-Reflow-Phänomenen und Komplikationen sowie die Vorhersage der Lebensfähigkeit des Hirngewebes und des klinischen Ergebnisses.“

Henrik Andersen, Chief Commercial Officer bei Cercare Medical, sagt: „Diese Zusammenarbeit ermöglicht uns, die Nutzung der Perfusionsbildgebung weltweit auszuweiten. Mit unserer eigenständigen Cercare Medical Neurosuite eröffnen wir Möglichkeiten zum Einsatz einer reinen Perfusionsbildgebung und bieten gleichzeitig Schlaganfallzentren die Flexibilität, auf eine hochentwickelte Entscheidungshilfe direkt im Interventionsraum zurückzugreifen.“

Carsten Bertram, Leiter Advanced Therapies bei Siemens Healthineers, fügt hinzu: „Durch die Kombination der fortschrittlichen Perfusionssoftware von Cercare mit unserer Syngo-Dyna-CT-Technologie bieten wir eine umfassende Lösung, die Kliniker bei der Versorgung ihrer Patienten über den gesamten Behandlungspfad hinweg unterstützt. Gemeinsam setzen wir einen neuen Standard in der interventionellen Schlaganfallversorgung.“

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