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Metal Injection Moulding Metall wird lebendig

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Mit dem Metallpulverspritzguss-Verfahren lassen sich komplex geformte Bauteile für Medizinprodukte aus vielen verschiedenen Werkstoffen präzise produzieren. Die Produktionskapazitäten reichen dabei von Kleinserien bis zu hohen Losgrößen, die im Vergleich zu konventionellen Verfahren wirtschaftlich und in deutlich kürzerer Zeit gefertigt werden können.

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Chirurgische Instrumente: Hier kommt das MIM-Verfahren zum Tragen.
Chirurgische Instrumente: Hier kommt das MIM-Verfahren zum Tragen.
(Bild: Phillips Medisize)

Mit Metal Injection Moulding (MIM) werden geometrisch komplexe Metallbauteile im Spritzgussverfahren hergestellt. Hierzu wird Metall- oder Keramikpulver mit Polymerbindemitteln versetzt. Bei der Formmasse, die hierbei entsteht, handelt es sich um eine pelletierte Mischung. Deren Volumen besteht aus zirka 60 Prozent Metall- und zirka 40 Prozent Polymerpulver. Sie verhält sich jetzt wie Kunststoff und wird, in einem dem Kunststoffspritzguss ähnlichen Verfahren, einer Maschine mit Werkzeug zugeführt. Es entsteht ein Bauteil, der sogenannte Grünling. Dieser wird in mehreren Schritten durch Entbindern und Sinterung weiterverarbeitet. Dabei wird das Polymerpulver entfernt. Entbinderung und Sinterung können in batchweise oder kontinuierlich betriebenen Anlagen erfolgen.

In vielen Fällen lassen sich Teile durch die MIM-Methode wirtschaftlicher produzieren als mit CNC-Maschinen oder im Feingussverfahren. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch Verbesserungen der Oberflächenbeschaffenheit und der metallurgischen Eigenschaften aus.

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Welche Prozesse konkurrieren mit MIM?

Bei der Auswahl eines Fertigungsverfahrens wird MIM am häufigsten mit CNC-Verarbeitung, Feinguss oder der herkömmlichen Pulvermetallurgie mit Press- und Sintermethode verglichen. Welche Vorteile bietet es?

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