Bridts Corporate Finance

Mergers & Acquisitions in der Medizintechnik (Teil 1): M&A im 1. Halbjahr 2014

| Autor / Redakteur: Dr. Christian Bridts / Peter Reinhardt

Gemeinsam mit Bridts Corporate Finance betrachtet Devicemed ab sofort halbjährlich das M&A-Geschehen in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte mit Bezug zum deutschen Markt.

Unternehmensverkäufe und -käufe (Mergers & Acquisitions, M&A-Transaktionen) zählen nicht zum unternehmerischen Alltag. Auf den ersten Blick stellen sie nur für die darin involvierten Unternehmen entscheidende Weichenstellungen dar, die mit Vorbereitung und Nachwehen mehrere Geschäftsjahre beeinflussen. Häufig beeinflussen sie durch ihre Auswirkungen aber auch die Struktur ganzer Branchensegmente und bringen damit auch für ursprünglich nicht beteiligte Unternehmen wesentliche Veränderungen. So ist der Blick auf das Transaktionsgeschehen stets auch Bestandteil der strategischen Umfeldanalyse.

Die aktuelle Lage in der Medizintechnik

Wie sieht die Situation in der Medizintechnikbranche aktuell aus? Das Jahr 2014 hat mit einer beachtlichen Zahl von relevanten Transaktionen begonnen. Ab März hat sich das M&A-Geschehen dann deutlich beruhigt. Auffällig ist die geringe Zahl von Käufen durch Finanzinvestoren. Mehrfach aktive strategische Akteure mit jeweils zwei Akquisitionen waren Boston Scientific mit der Übernahme des Interventional-Geschäfts der Bayer AG sowie dem Erwerb der Star-Med-Tech (Lasersysteme, B.Braun im Dialysebereich) und Carl Zeiss Medizintechnik (Opthalmologie).

Beachtenswert ist das Übernahmeangebot der schwedischen Getinge-Gruppe für Pulsion Medical Systems zum Jahresanfang, die damit dem Erwerb von Maquet in 2000 eine weitere größere Akquisition in Deutschland folgen lässt. In ähnlicher Weise hat Stryker im Bereich der OP-Ausstattung die offene Nachfolgefrage bei Berchtold für einen weiteren Schritt genutzt, nachdem man seit 1998 unter anderem mit Stryker-Leibinger (Implantatsysteme) im Südwesten aktiv ist. Schließlich dürfte der Verkauf des Medizintechnik-Geschäfts von Trumpf an die amerikanische Hill-Rom Holding für weitere Bewegung im Bereich der OP-Ausstattung sorgen.

Was bringt das zweite Halbjahr 2014?

Für das zweite Halbjahr bleibt abzuwarten, ob die zuletzt zu beobachtende Zurückhaltung im Transaktionsmarkt weiter fortbestehen wird. Wesentliche Voraussetzung für ein wieder etwas aktiveres Geschehen bleiben stabile Finanzmärkte.

Übersicht der Transaktionen im ersten Halbjahr 2014

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