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Medtec Europe 2018: Weit mehr als nur Marktplatz für neue Medizinprodukte

| Autor/ Redakteur: / Kathrin Schäfer

500 Aussteller und rund 7.000 Besucher aus 76 Ländern werden dieses Jahr auf der Medtec Europe in Stuttgart erwartet. Im Fokus der Fachmesse stehen Smart Health und Digitalisierung.

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Dieses Jahr rechnet der Veranstalter UBM mit rund 7.000 Fachbesuchern auf der Medtec Europe.
Dieses Jahr rechnet der Veranstalter UBM mit rund 7.000 Fachbesuchern auf der Medtec Europe.
( Bild: Reinhardt / Devicemed )
  • VDI-Jahrestreffen der Young Professionals
  • Forum zu medizinischer Software der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE
  • Smart Health und Smart Manufacturing

Zusätzlich zu etablierten Veranstaltungen, wie Vor-Ort-Seminaren, bereichern 2018 neue Industriepartnerschaften und Initiativen die Messe Medtec Europe. So hat der Veranstalter UBM mit der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT), mit Fraunhofer IPA, der Landesmesse Stuttgart, mit dem VDMA und dem VDI (Vereinigung Deutscher Ingenieure) erneut starke Partner an seiner Seite.

Vorträge zu medizintechnischen Fachthemen, Soft-Skills-Seminare und Messerundgänge

Am 18. April beispielsweise lädt der VDI Young Professionals aus der Medizintechnik, Biotechnologie und angrenzenden Bereichen zum ersten Jahrestreffen nach Stuttgart ein. Das Jahrestreffen bietet Vorträge zu aktuellen medizintechnischen Fachthemen, Soft-Skills-Seminare, Messerundgänge zu Firmenständen und die Möglichkeit zum intensiven Networking mit Gleichgesinnten. Die Keynote zum Thema „Digitizing Healthcare – History & Outlook“ hält Stefan Vilsmeier. Er ist CEO und Gründer der Brainlab AG, einem weltweit führenden Anbieter von softwaregestützter Medizintechnik. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Berufseinsteiger und Ingenieure mit einigen Jahren Berufserfahrung.

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Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE wiederum bietet, ebenfalls am 18. April, ein Forum zu medizinischer Software an. Moderiert wird das Forum von Dr. Thorsten Prinz, seit 2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der DGBMT im VDE tätig und Herausgeber des im Herbst erschienen Leitfadens „Entwicklung und Herstellung medizinischer Software“. „Die Medtec Europe 2018 entwickelt sich zu einer der am besten vernetzten und innovativsten Plattformen für Trends in der Medizintechnologie“, prognostiziert denn auch Brand Managerin Fabienne Valambras.

Neben dem bekannten Medtec-Meetings-­Matchmaking-Programm und einem Breakfast Meeting wird 2018 auch eine neue und erweiterte Start-up Academy durch das Medtec Insights Theatre angeboten. 14 Start-ups nutzen diesmal die Plattform, um ihre Innovationen vorzustellen und potenzielle Investoren zur Umsetzung ihrer Ideen zu treffen.

Auch Berufseinsteiger kommen in Stuttgart auf ihre Kosten

Inhaltliche Highlights der Medtec Europe bilden außerdem die Bereiche „Smart Health“ und „Smart Manufacturing“, in denen Präsentationen über spezialisierte Technologien zu 3D-Druck, Robotik, Smart Health, Gesundheitssensoren und Wearable Devices sowie innovativen Energieformen stattfinden. Neben Vorträgen renommierter Redner gibt es Produktvorführungen von Ausstellern, darunter die Iftest AG im Sektor Smart Health. Iftest gehört zu den renommiertesten Dienstleistern für moderne Medizinelektronik der Schweiz. Die Idee, miniaturisierte Elektronik mit einem gesundheitsbewussten Alltag zu verknüpfen, scheint daher so naheliegend wie reizvoll. Dabei hilft die langjährige Partnerschaft mit dem Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie in Neuchâtel (CSEM). Hier ist Iftest als Partner an der Industrialisierung und Serienfertigung von über zehn Smartwatch-Modellen beteiligt.

Ein Alleinstellungsmerkmal von Iftest bei der Produktion von Wearables ist ein eigens entwickelter Prozess, der die durchgängige Prozessierung ultradünner Leiterplatten mit bis zu 100 Komponenten je Wearable-Board ermöglicht. Mit einer Dicke von nur 0,3 mm sind diese ideal in Wearables integrierbar. Auch was die Genauigkeit angeht, weiß Iftest um die hohen mechanischen Standards bei der Anwendung im Bereich der Wearables. Möglich macht dies eine spezielle Trenntechnologie, die so genannte Nutzenfrästechnologie. Dieses firmenintern entwickelte Verfahren erlaubt am Ende des Fertigungsprozesses die Implementierung vereinzelter Leiterplatten in die jeweiligen Wearable-Boards. Dies geschieht bei minimaler Stressbelastung, sodass wesentliche Bauelemente nicht beschädigt werden. Ein optimiertes PCB-Design spielt ebenfalls eine große Rolle, denn es sorgt für eine Kapazität von bis zu 4.000 Boards pro Tag. „Dank dieser Verfahren können zukünftig auch hochkomplexe medizinische Wearables in großer Anzahl produziert werden“, verspricht Marketing-Leiter Bernd Maisenhölder, der mit seinen Kunden klar in Richtung Medizin gehen will. „Vorstellbar sind Wearables, die die Medikamententherapie durch komplementäre Medizinprodukte unterstützen. Das ist dann nicht mehr Lifestyle, sondern echte Lebensqualität.“

Zurück zur Medtec Europe: Abgerundet wird das Rahmenprogramm durch einen Fokus auf regulatorische Fragestellungen, darunter insbesondere Vorträge zu MDR und IVDR. Dazu Anne Schumacher, Leiterin der Medtec Europe: „Durch die neuen Vorschriften werden Medizintechnikunternehmen mit zahlreichen Veränderungen konfrontiert. Sowohl für Aussteller als auch Besucher ist es deshalb wichtig, nicht nur eine Plattform für Produktpräsentation, sondern auch zum Diskutieren dieser wichtigen Themen zur Verfügung zu haben.“

Doch nicht nur die neuen Regularien fordern die Branche heraus: Die Wettbewerbslandschaft in der Medizintechnik-Industrie wird sich durch neue Fertigungstechnologien und „Connected Health“ weiterhin nachhaltig verändern. Branchenkennern bietet die Medtec Europe Einblick in diese Entwicklungen, um gemeinsam die nächste Generation medizinischer Geräte zu entwickeln.

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