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Bürkert Lebensrettende Gasmisch- und Regeleinheit für Frühchen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Entwicklung eines Gerätes zur Atmungsunterstützung von Frühgeborenen erforderte eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen. Nach einigen Fehlentwicklungen führte ein System aus Ventilen, Sensoren und Elektronik zum Durchbruch. Die Einheit ist jetzt lebenslang dicht.

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Mischersystem: Das Gerät wird in der Intensivpflege als stationärer Treiber zur Beatmung von Neugeborenen und Frühchen eingesetzt.
Mischersystem: Das Gerät wird in der Intensivpflege als stationärer Treiber zur Beatmung von Neugeborenen und Frühchen eingesetzt.
(Bild: Medin)

Die Medin Medical Innovations GmbH hat sich auf die nasale kontinuierliche Überdruckbeatmung von Neu- und Frühgeborenen spezialisiert. Hierfür entwickelte Bürkert komplette Mischersysteme für die Treibereinheiten und liefert diese als OEM-Systemanbieter zu. Erste Versuche, den Fluss direkt über Proportionalventile zu steuern, bewährten sich nicht und blieben hinter dem Stand der Technik zurück. Bürkert entwickelte daher einen kompakten Block mit zuverlässiger Systemtechnik auf Basis robuster und bewährter Komponenten. Die abgestimmte Einheit aus Ventilen, Sensoren, Elektronik und Software brachte den Durchbruch.

Die Konstruktion als Block sorgt für lebenslange Dichtigkeit, da es keine potenziell undichten Verbindungsleitungen gibt. Der Prozess wird mit den geforderten Messergebnissen, Untersuchungen und Herstellererklärungen unterstützt. Dazu Angelika Koschany, Entwicklung und Qualitätsmanagement bei Medin: „Durch die Erfahrung und Unterstützung und die eigenständige Entwicklung der Gasmischeinheit konnten wir uns ganz auf die restliche Gestaltung und Zulassung des Gesamtgerätes konzentrieren.“

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Es handelt sich um eine leichte, kompakte Treibereinheit. An diese wird das so genannte Medijet-System angeschlossen, ein aktiver Generator, über den Früh- und Neugeborene nasal mit der richtigen Luft-/Sauerstoffmischung und -menge versorgt werden. Das medizinische Know-how des Medizingeräteherstellers über die Beatmung setzten die Ingenieure vom Bürkert-Segment Gas technisch um. Dabei kam es auf die Regelung und Steuerung der erforderlichen Gasdurchflüsse und Gasdrücke an. Diese müssen vom Gerät genau auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten abgestimmt werden.

Stufenlose Regelung

Neben traditioneller Therapie kann das Gerät auch automatisch ohne weiteres Zubehör auf Apnoephasen reagieren oder eine nichtinvasive Oszillationstherapie anbieten. Damit ist ein echter Durchbruch gelungen, denn bisher waren automatische Geräte dieses Leistungsspektrums und Anforderungsprofils nicht möglich. Es wird jetzt erstmals ein breiter klinischer Einsatz dieser lebensrettenden Geräte möglich.

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