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Das Gerät übertrifft die Leistungsparameter seines Vorgängers deutlich. Das kundenspezifische Gasregel- und Mischersystem kann Druck, Durchfluss und Gaskonzentration erfassen und regeln und ermöglicht beispielsweise, auf Atemaussetzer mit erhöhtem Druck zu reagieren. Durch die stufenlose Regelung von Luft- und Sauerstofffluss mit den Proportionalventilen der dritten Generation lässt sich ein Gesamtfluss von 0 bis 15 lN/min einregeln. Für die inspiratorische Sauerstoffkonzentration (FiO2) ist ein Regelbereich von 21 bis 100 Prozent und für den Druck von 0 bis 40 mbar am Geräteausgang möglich. Es kann geräteintern sowohl eine Druck- als auch eine Volumenregelung verwendet werden. Somit sind vier verschiedene Beatmungsmodi möglich. Durch das modulare Geräte- und Bedienkonzept ist das Gerät nicht nur intuitiv zu bedienen und zu warten, sondern auch offen für Weiterentwicklungen.
Ventile der 3. Generation
Der eingebaute Gasmischer selbst besteht aus einem eloxierten Aluminium-Basisblock mit integrierter Misch- und Messmimik, aufgesetzter Steuer- und Regelelektronik, Ventilen, Schalldämpfer, Überdruckventil sowie Anschlussgewinden für den Luft- und den Sauerstoffeingang, den Ausgang des Gasgemisches und den Sauerstoffsensor. Die Fertigungstiefe des Gerätes ist hoch und reicht vom Wickeln des Kupferdrahtes für die Antriebe der Ventile über die Block- und Elektronikfertigung bis hin zur vollautomatischen Kalibrierung und der Ablage aller anfallenden Daten und Prüfergebnisse zur Sicherstellung der Nachverfolgbarkeit.
Vorteile der Arbeit mit einem Systemlieferanten liegen sowohl in der Optimierung des Aufwandes für die Beschaffung und Installation als auch im hohen Integrationsgrad der Funktionen innerhalb des Systems. Medin hat keinen Aufwand für die Beschaffung und Montage des Gasmischers. Mit einer einzigen Bestellnummer kann das Unternehmen ihn als getestetes und passendes Komplettpaket bestellen und muss es nur noch in das Gesamtgerät einbauen.
Bei der eingesetzten Ventiltechnik handelt es sich um die dritte Generation der Proportionalventile mit reibungsfrei gelagertem Betätigungsanker. Das bewirkt ein besseres Ansprechverhalten, d.h., die Position des Ankers verändert sich bereits bei minimalen Differenzen des Eingangssignals, sowie eine ausgezeichnete Dynamik. Öffnungszeiten kleiner 10 ms sind die Voraussetzung für den Einsatz in der Hochfrequenz-Oszillationsventilation. Die Wiederholgenauigkeit bei mehrfach wiederholter Einstellung der gleichen Position verbessert sich ebenfalls.
Durch die reibungsfreie Lagerung konnte auch das Verhalten beim Einsatz mit sehr niedrigen Drücken von unter 100 mbar deutlich verbessert werden. Stick-Slip-Effekte, wie sie bei den Ventilen der vorangegangenen Generationen in einigen Anwendungen noch auftreten konnten, wurden vollständig eliminiert. Fehlende Reibung an den Führungselementen der Proportionalventile ermöglicht in der Praxis deshalb auch den Einsatz bei sehr trockenen Gasen. Darüber hinaus konnte der Stellbereich bestimmter Typen im Vergleich zu den Vorgängermodellen von 100:1 auf 200:1 erhöht werden.
Kontakt:
Christian Bürkert GmbH & Co. KG
D-74653 Ingelfingen
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