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Stromversorgung Konfigurierbare, medizinische Netzteile zertifiziert nach EN 60601-1

| Autor / Redakteur: Kathrin Schäfer / Jürgen Schreier

Ab 1. Juni dürfen in der EU in der Regel nur Medizin-Geräte in den Verkehr gebracht werden, wenn deren medizinische Netzteile nach der Norm EN 60601-1 in der 3. Ausgabe geprüft und zertifiziert worden sind. Diese geänderten, normbedingten Spezifikationen hat der Netzteile-Hersteller Excelsys bei der „Xgen“-Plattform bereits jetzt umgesetzt. Vertrieben werden die Produkte durch die Compumess Elektronik GmbH.

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CompuMess bietet als „PowerPac“ bezeichnete Stromversorgungen in zwei Gehäusegrößen an, die nach EN 60601-1 3rd zertifiziert sind. (Bild: CompuMess)
CompuMess bietet als „PowerPac“ bezeichnete Stromversorgungen in zwei Gehäusegrößen an, die nach EN 60601-1 3rd zertifiziert sind. (Bild: CompuMess)

Auf der Basis dieser Plattform bietet das Unternehmen zwei als „PowerPac“ bezeichnete Gehäusegrößen zertifiziert nach EN 60601-1 3rd an: Ein „PowerPac“ der „Xmite“-Serie für den Ausgangsleistungsbereich von 200 bis 700 W nimmt bis zu vier sogenannte PowerMod-Module auf, während die für sechs Module konzipierte „Xvite“-Serie für Ausgangsleistungen von 400 bis 1450 W ausgelegt ist. Beide zeichnen sich durch einen Leckstrom von weniger als 300 µA, eine Ein-/Ausgangsisolation von 4 kV und einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent aus. Ihr Eingangsspannungsbereich erstreckt sich von 85 bis 264 VAC, der Arbeitstemperaturbereich von -20 bis + 70 °C. Typische Applikationen für die Netzteile sind klinische Diagnosesysteme, medizinische Bildverarbeitungsgeräte, Dialyse-Systeme und medizinische Laser-Instrumente.

Bei der dritten Ausgabe der EN 60601-1 wurde eine Vielzahl von Details, zum Beispiel bei der Bewertung der Isolierung oder der dielektrischen Tests für Schaltnetzteile, geändert, die eine Neuzertifizierung erfordern. Weiter wird nun erstmals zwischen dem Schutz „gesunder“ Bedienpersonen und dem Schutz „kranker“ Patienten unterschieden. Der Patientenschutz erfordert es beispielsweise, die Luft- und Kriechstrecken um bis zu 60 Prozent zum industriellen Standard EN 60950 zu erhöhen. Außerdem muss der Medizingeräte-Hersteller seine Produkte über den gesamten Lebenszyklus mit einem Risikomanagementprozess nach EN/ISO 14971 begleiten.

Kontakt:

Compumess Elektronik GmbH

D-85716 Unterschleißheim

www.compumess.de

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