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Citizen Machinery Europe Kleinste Werkstücke mit Highspeed langdrehen

Redakteur: Peter Reinhardt

Implantate, Knochenschrauben, Instrumente – hochpräzise medizinische Mikroprodukte aus Titan oder Edelstahl gibt es viele. Ihre Fertigung ist komplex und verlangt nach Hightech-Bearbeitungszentren.

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Langdrehautomat Cincom M16-VIII: Die Werkzeugmaschine eignet sich für die Fertigung komplexer Werkstücke und medizinischer Instrumente, Implantate oder Knochenschrauben aus Titan, Edelstahl und Superlegierungen.
Langdrehautomat Cincom M16-VIII: Die Werkzeugmaschine eignet sich für die Fertigung komplexer Werkstücke und medizinischer Instrumente, Implantate oder Knochenschrauben aus Titan, Edelstahl und Superlegierungen.
(Bild: Citizen Machinery Europe)

Der Langdrehautomat Cincom M16-VIII von Citizen eignet sich für die Fertigung komplexer Werkstücke. Insbesondere für die Herstellung von Medizintechnikprodukten ist die CNC-Maschine aus der Cincom Innovation Line das Spitzenmodell der nächsten Jahre. Kleinste Teile aus Titan, Edelstahl oder Superlegierungen, wie beispielsweise medizinische Instrumente, Implantate oder Knochenschrauben, lassen sich damit hochpräzise und besonders rasch fertigen. Markus Reissig, Prokurist und Leiter Service und Technik bei der Citizen Machinery Europe: „Unser neuer Langdrehautomat ist mit einigen cleveren Features ausgestattet, die vor allem darauf zielen, schnell, effizient und präzise zu arbeiten – selbst bei kleinsten Durchmessern.“

Haargenaue Resultate

Wie das Modell des Typs V eignet sich auch der neue Cincom M16-VIII für Bearbeitungsdurchmesser bis 16 mm, etwa bei Stangenmaterial und der Verwendung von Bohrern und Fräsern mit kleinen Durchmessern. Diese werden speziell für die Anfertigung filigraner Produkte benötigt, wie sie beispielsweise in der Dentaltechnik üblich sind. Gerade dort hat eine μ-genaue Präzision absolute Priorität.

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Ein neuer Werkzeughalter für die Rückseitenbearbeitung mit integrierter Y3-Achse bietet Platz für bis zu neun Werkzeuge statt der üblichen drei. Zwei Reihen halten sechs angetriebene, eine Reihe ist mit drei festen Werkzeugen ausgestattet. Die Halter lassen sich am Vertikalhalter, aber auch für die Rückseitenbearbeitung anbringen. Dazu Reissig: „Durch die großzügig bestückbaren Werkzeughalter und den Revolver ergeben sich vielseitige Möglichkeiten im Fertigungsprozess.“

Mit Eilganggeschwindigkeiten bis 32 m/min sorgt der Cincom M16-VIII für große Produktionseffizienz. Die Haupt- und Abgreifspindeln sind mit Maximaldrehzahlen von jeweils 12.000 U/min ebenfalls auf große Geschwindigkeiten ausgelegt. Angetriebene Werkzeuge am Vertikalhalter und am Revolver sowie die Werkzeuge für die Rückseitenbearbeitung schaffen immerhin noch bis zu 8.000 U/min.

Flexible Achsen

Eine Besonderheit der Maschine ist die B-Achsen-Funktion für angetriebene Werkzeuge am Vertikalhalter. Der Schwenkwinkel lässt sich hier über einen Bereich von 90 bis -45° justieren, sodass die B-Achse sowohl für die Vorder- als auch für die Rückseitenbearbeitung verwendbar ist. Jeweils vier Werkzeuge können Anwender dafür am Vertikalhalter einspannen. Die B-Achse ermöglicht Schrägbohrungen mit verschiedenen Winkeln, was sich vor allem bei der Fertigung komplexer Werkstücke günstig auswirkt. Des Weiteren eignet sich die Maschine für die synchrone Konturbearbeitung mit Vier-Achsen-Steuerung.

Der Revolver mit integrierter Y-Achse ist mit dem des Vorgängermodells M16-V kompatibel. Dazu erklärt Reissig: „Besitzt ein Kunde bereits die M16-V, kann er den Werkzeughalter übernehmen. Ein besonders nützliches Feature haben wir der M16 spendiert: Musste sich der Revolver bisher an einem fest definierten Werkzeugwechselpunkt befinden, um die Werkzeugstation zu wechseln, kann er diese nun an jeder beliebigen Position wechseln. Das verkürzt die Werkzeugwechselzeiten erheblich.“ Außerdem lasse der verlängerte Hub der Z2-Achse eine gleichzeitige Werkstückbearbeitung in Kombination mit dem Vertikalhalter und dem Revolver zu.

Steuerung zündet turbo

Neben den enormen Eilganggeschwindigkeiten der Spindeln und Werkzeuge trägt auch die neue CNC-Steuerung zur hohen Leistungsfähigkeit des Langdrehautomaten bei. Visuelle Aufbereitung und weitere optimierte Funktionen reduzieren den Programmieraufwand. Die Steuerungstechnologie Cincom Control ist mit einem angepassten Hochgeschwindigkeitsprozessor kombiniert und wurde im Hinblick auf die Laufruhe der Maschine entwickelt – für äußerste Präzision selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Das stellt eine störungsfreie Zerspanung sicher. Schließlich führen besonders bei Kleinteilen schon kleinste Schwingungen zu ungenauen Ergebnissen.

Sollten trotz vorheriger Überprüfung während der Fertigung Probleme auftreten, lässt sich der Betrieb dank einer Programmprüffunktion an jeder beliebigen Stelle unterbrechen. So können Anwender Daten editieren und korrigieren. „Die Cincom-Steuerung erzeugt 30 Prozent weniger Neben- sowie verkürzte Zykluszeiten. Obendrein arbeitet sie sehr schnell und benötigt nur kurze Hochfahrzeiten“, so Reissig.

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