Orthomanufacture

Das Mekka für Orthopädietechnik liegt ... in der Schweiz

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Neben Fertigungsverfahren werden auf der Orthomanufacture innovative Werkstoffe für medizinische Instrumente und Implantate präsentiert.
Neben Fertigungsverfahren werden auf der Orthomanufacture innovative Werkstoffe für medizinische Instrumente und Implantate präsentiert. (Bild: Orthomanufacture)

Am 20. und 21. Juni findet im schweizerischen Yverdon-les-Bains die Orthomanufacture statt, eine Fachmesse speziell über die Implantat- und Instrumentenherstellung. Der Veranstaltungsort ist nicht zufällig gewählt: In einem Umkreis von rund 100 km sind zahlreiche Firmen angesiedelt, die auf die Herstellung von Implantaten und Instrumenten spezialisiert sind.

  • 40 Aussteller mit Themenschwerpunkt Implantat- und Instrumentenherstellung
  • P4-Medizin: personalisiert, präventiv, prädiktiv und partizipativ

Prominente Namen sind hier beispielsweise Mathys, Stryker, Depuy, Johnson & Johnson oder auch Symbios. Für Messebesucher ebenfalls interessant: Yverdon-les-Bains ist leicht mit dem Auto oder der Bahn zu erreichen, da es auf der Achse Genf-Lausanne-Bern-Zürich liegt.

Alles für die Orthopädie, Traumatologie, Wirbelsäule und Dentaltechnik

Die Besucher der Orthomanufacture erwarten dieses Jahr rund 40 Aussteller, die sich auf die Implantat- und Instrumentenherstellung für die Bereiche Orthopädie, Traumatologie, Wirbelsäule und Dentaltechnik spezialisiert haben. Im Fokus stehen Fertigungstechnologien und Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wie Schmieden, Gießen, Bearbeiten, Polieren, Oberflächenbehandlung, Reinigen, Verpacken, Sterilisieren, Testen und Prüfen. Präsentiert werden zudem additive Herstellungsverfahren, innovative Werkstoffe und Beratungsleistungen.

Parallel zur Messe finden Konferenzen mit technischen Präsentationen und Erfahrungsberichten statt. Diese sind in vier Themenblöcke untergliedert:

  • Digitalisierung: vom Bearbeitungszentrum bis zum OP-Tisch
  • Patientensicherheit: Risikoanalyse, Einmalgebrauch, minimal-invasive Chirurgie, Implantate elektronisch überwachen
  • Innovationen: Neuartige Biowerkstoffe und Innovationen im Bereich Biokompatibilität
  • P4-Medizin: Personalisierte Instrumente – Revolution dank 3D-Druck

Was verbirgt sich hinter dem Begriff P4-Medizin? Die vier P stehen für personalisiert, präventiv, prädiktiv und partizipativ. „Partizipativ“ bezieht sich auf die aktive Rolle, die Patienten zunehmend zugewiesen wird. Genetik, Datenbanken und letztlich der 3D-Druck führen zur personalisierten Medizin. Die kurative Medizin der vergangenen Jahrhunderte ist im Begriff, durch diese P4-Medizin abgelöst zu werden. Inwieweit orthopädische Produkte wie Implantate von dieser Entwicklung betroffen sind, werden Wissenschaftler, Hersteller und Ärzte auf der Orthomanufacture 2018 diskutieren.

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Weitere Meldungen über Veranstaltungen für die Medizintechnik-Szene finden Sie in unserem Themenkanal Szene.

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