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Dräger / Trendence Institut

„Auch wir als Unternehmen bewerben uns bei den Kandidaten“

| Autor/ Redakteur: Peter Reinhardt / Peter Reinhardt

Bestes Medizintechnikunternehmen im aktuellen Graduate Barometer des Trendence Instituts ist Dräger. Devicemed klärt, was Dräger besser macht als andere Medizintechnikhersteller. Interview mit Sabina Ufferheide, zuständig für Drägers Employer Branding.

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„Von der Leitidee des Unternehmens ,Dräger. Technik für das Leben‘ haben wir das Arbeitgeberversprechen ,Dafür lohnt es sich zu arbeiten‘ abgeleitet“, Sabrina Ufferheide, HR-Managerin bei den Drägerwerken und dort zuständig für das Thema Employer Branding.
„Von der Leitidee des Unternehmens ,Dräger. Technik für das Leben‘ haben wir das Arbeitgeberversprechen ,Dafür lohnt es sich zu arbeiten‘ abgeleitet“, Sabrina Ufferheide, HR-Managerin bei den Drägerwerken und dort zuständig für das Thema Employer Branding.
( Bild: Drägerwerke )

Fau Ufferheide, was zeichnet das Medtech-Unternehmen Dräger als Arbeitgeber aus?

Die Familie Dräger wertschätzt ihre Mitarbeiter seit vielen Jahrzehnten und investiert entsprechend. Seit einigen Jahren arbeiten wir darüber hinaus sehr gezielt am Thema „Employer Branding“ und investieren in die Kommunikation dessen, was Dräger für seine Mitarbeiter tut. Wir haben von der Leitidee des Unternehmens „Dräger. Technik für das Leben“ das Arbeitgeberversprechen „Dafür lohnt es sich zu arbeiten“ abgeleitet. Dräger-Produkte schützen, unterstützen und retten Menschenleben – dieser Sinn erschließt sich den meisten und motiviert zur Bewerbung.

Worin zeigt sich die besondere Wertschätzung der Mitarbeiter?

Wir praktizieren die Integration von Privat- und Berufsleben. Das bedeutet konkret, wirklich ernsthaft auf die individuelle Lebenssituation unserer Mitarbeiter einzugehen und Lösungen zu finden, die sowohl den Mitarbeitern helfen wie auch das Unternehmen bei der Zielerreichung unterstützen – ein Gewinn für beide Seiten. Gepaart mit freundlichem, respektvollem Miteinander und guten Karrieremöglichkeiten beinhaltet das diverse Arbeitszeitmodelle, Vertrauensarbeitszeit, Home Office, Sabbaticals, Kinderbetreuung sowie Beratung bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger und vieles mehr. Das Besondere bei Dräger ist, dass die Haltung, beide Perspektiven miteinander zu verbinden, gelebt wird – auch vUnternehmensseite. Wir betrachten dies als Investition in die Mitarbeiter und bekommen dafür hohe Leistung, Leidenschaft und Loyalität zurück.

Tue Gutes und rede darüber, heißt es. Ist das auch Ihr Motto?

Wir kommunizieren die besonderen Geschichten und Erfahrungen, die das Arbeiten bei Dräger auszeichnen, gezielt und breit in entsprechenden Kanälen, beispielsweise durch Blogs, persönliche Vorträge an Unis, Führungen durch unsere Produktion und Unternehmensausstellungen, Einladungen zu Messen, Kontaktmöglichkeiten an Unis mit der Präsenz von Mitarbeitern, die früher dort studiert haben und als Botschafter fungieren etc. So übertragen wir unsere Kultur des Miteinanders frühzeitig auf strategisch wichtigen Nachwuchs. Dräger hat zudem eine sehr gute Berufsausbildung und duale Studiengänge mit rund 80 Auszubildenden pro Jahrgang sowie ein Praktikantenbetreuungs- und -bindungsprogramm, über das gut 40 Prozent des Absolventennachwuchses eingestellt werden.

Grundsätzlich ist wohl zu bemerken, dass es langfristig auch betriebswirtschaftlich vorteilhafter für Unternehmen ist, Mitarbeiter nicht als reine Kostenposition, sondern als „Sparringspartner“ auf Augenhöhe zu betrachten. Studien zeigen auf, dass die Gehaltssteigerungen, die neue Mitarbeiter üblicherweise realisieren, bei attraktiven Arbeitgebern geringer ausfallen als bei unattraktiven Arbeitgebern. Das spart bares Geld.

Wie bewertet Dräger Rang 33?

Wir bewerten diesen Rang als gut. Man muss berücksichtigen, dass wir bei der Suche nach Ingenieuren im „gleichen Teich fischen“ wie viele sehr große Unternehmen mit deutlich sichtbareren Produkten – zum Beispiel Automobilhersteller. Hier zahlt sich kontinuierliche Präsenz auf dem Bewerbermarkt aus, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Gerade dann fällt es auf, wenn Unternehmen weiterhin Interesse an ihrer Beziehung zu potenziellen Bewerbern zeigen.

Welche Möglichkeiten sehen Sie, noch weiter vorne in der Gunst der Uni-Absolventen zu landen, sofern das überhaupt ein Ziel für Sie ist?

Selbstverständlich! Wir wollen und müssen unsere Einzigartigkeit weiterhin auf allen sinnvollen Wegen kommunizieren, sonst verlieren uns Bewerber aus dem Blick. Auch müssen wir flexibel auf sich ändernde Informationskanäle und -gewohnheiten unserer Zielgruppen eingehen und sie künftig noch individueller und kundenorientierter ansprechen. Übrigens gilt das auch für abgelehnte Bewerber – Stichwort Candidate Experience. Auch die Mobilfähigkeit ist bei uns noch stark ausbaubar. Letztlich ist es aufgrund der demographischen Entwicklung doch klar: Nicht nur potenzielle Bewerber sprechen uns an, sondern auch wir als Unternehmen bewerben uns bei den passenden Kandidaten.

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