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MBFZ Toolcraft 2K-Teile aus einem Guss

Redakteur: Peter Reinhardt

Formteile für Hörgeräte stellen hohe Anforderungen an Werkzeugbau, Fertigung und Montage. Als Auftragsfertiger von Kleinstteilen für Hörgeräte setzt Toolcraft auf eine 2K-Spritzgießmaschine mit integriertem Roboter.

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Roboterunterstützte 2K-Spritzgussmaschine: Die A470S 2K von Arburg besitzt eine integrierte Qualitätssicherung mit einem Kamerasystem und einem Roboter zur Vereinzelung der Trays.
Roboterunterstützte 2K-Spritzgussmaschine: Die A470S 2K von Arburg besitzt eine integrierte Qualitätssicherung mit einem Kamerasystem und einem Roboter zur Vereinzelung der Trays.
(Bild: Toolcraft)

Die Oberschale des betroffenen Hörgerätes von Unitron besteht aus einer anspruchsvollen Hart-Weich-Materialkombination. Die Hartkomponente besteht aus PA12, als Weichkomponente kommt thermoplastisches Elastomer zum Einsatz. Dabei muss das Gehäuseteil verzugfrei gefertigt werden, um enge Spaltmaße zu erfüllen. Für die Baugruppe fertigt Toolcraft zusätzlich das Batteriefach und den Push-Button. Dabei nimmt Unitron die gesamte Prozesskette in Anspruch. Von der Anpassung der 3D-Daten über den Formenbau und Spritzguss bis zur Qualitätssicherung.

Enge Spaltmaße bewältigen

Um Wirtschaftlichkeit der Anwendung zu gewährleisten, galt es, ein absolut prozesssicheres Werkzeug für die integrierte Teilefertigung zu entwickeln. Weitere Herausforderungen waren die engen Spaltmaße für höchste Passgenauigkeit und wiederholgenaues Einspritzen bei kleinen Schussgewichten. Weiterhin ist eine perfekte Abstimmung der Hart- und Weichkomponenten notwendig. Die erforderlichen Kenntnisse waren bei Toolcraft vorhanden, die Bauzeit von 20 Wochen stellte jedoch eine Herausforderung dar.

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Nach der Konzipierung der automatisierten Fertigungslösung im Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren erfolgte der Bau eines 1+1-fach-Präzisionswerkzeugs. Es folgte die Auslegung und Programmierung der 2K-Spritzgussmaschine. Die A470S 2K von Arburg besitzt eine integrierte Qualitätssicherung mit einem Kamerasystem und einem Roboter. Dieser legt die Teile automatisch auf einem Förderband ab. Dabei vereinzelt er die Trays, so dass das Personal im Anschluss die Verpackung vornehmen kann. Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Engineering-Team, dem Werkzeugbau und der Spritzgießfertigung bei Toolcraft sowie dem Hersteller der Spritzgießmaschine realisiert.

Der Prozess ist stabil

Der Bau eines derart komplexen Werkzeuges sowie die Herstellung der Teile mit ihren feinen und kleinen Konturen sind sehr anspruchsvoll. Auch der Zeitdruck durch die enge Projektierung war ein zusätzlicher Ansporn. Aber seit dem Serienbeginn läuft der Prozess stabil und mit sehr großen Stückzahlen.

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