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Verpackungs- in IT-Systeme integrieren

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Um ihre Fertigungsprozesse IT-seitig durchgängig abbilden zu können, denken immer mehr Anbieter der Medizingüterindustrie über eine Integration ihrer Verpackungssysteme in übergeordnete IT-Systeme nach. Technisch ist das kein Problem. Entscheidend ist die Datenselektion.

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Bild 1 | Stichwort Rückverfolgbarkeit: Daten und Produktionsinformationen wie Batch-Nummer, Produkt-Codes, Rezepte, Haltbarkeitsdaten oder Inspektions- und Testparameter können aus den übergeordneten IT-Systemen auf die Steuerung der Verpackungsmaschine und somit auf die Verpackung übertragen werden.
Bild 1 | Stichwort Rückverfolgbarkeit: Daten und Produktionsinformationen wie Batch-Nummer, Produkt-Codes, Rezepte, Haltbarkeitsdaten oder Inspektions- und Testparameter können aus den übergeordneten IT-Systemen auf die Steuerung der Verpackungsmaschine und somit auf die Verpackung übertragen werden.
( Bild: Multivac )

Der Verpackungsprozess gehört in der Medizingüterindustrie zu jenen produktionsrelevanten Prozessen, die jederzeit transparent und nachvollziehbar sein müssen und im Detail dokumentiert werden.

Immer mehr Unternehmen der Medizingüterindustrie denken daher über eine Integration ihrer Verpackungssysteme in ein produktionsnahes MES (Manufacturing Execution System) und/oder ein unternehmens- bzw. standortübergreifendes ERP-System (Enterprise Resource Planning) nach.

„Häufig kommen Kunden im Zuge einer Konsolidierung ihrer hauseigenen MES-/ERP-Landschaft mit dem Wunsch auf uns zu, jetzt auch die Verpackungssysteme integrieren und eine einheitliche Datenbasis schaffen zu können“, berichtet Luc van de Vel, Bereichsleiter des Geschäftsbereichs Medical Devices, Cosmetics and Pharmaceuticals (MCP) bei Multivac.

Integration ist in zwei Richtungen möglich

Sowohl ERP- als auch MES-Systeme werden in der Medizingüterindustrie für die Produktionsplanung und -steuerung eingesetzt. Die Integration der Verpackungssysteme in ein MES oder ERP-System ist in zwei Richtungen möglich: Es werden Daten von der Verpackungsmaschine an das IT-System übergeben und/oder umgekehrt.

Die Übergabe von Verpackungsdaten an ein übergeordnetes IT-System wird in der Regel genutzt, um eine papierlose Dokumentation von produktionsrelevanten Prozessen und Vor-gaben zu realisieren. Zudem können die Daten aus der Verpackungsmaschine zur Überwachung, Analyse und Optimierung der Produktionsprozesse genutzt werden.

Anders herum können variable Daten und Produktionsinformationen wie Batch-Nummer, Produkt-Codes, Rezepte, Haltbarkeitsdaten oder Inspektions- und Testparameter aus den übergeordneten IT-Systemen auf die Steuerung der Verpackungsmaschine und somit auf die Verpackung übertragen werden (Bild 1). Der Vorteil ist hier, dass die Auftragsdaten und Sollwerte automatisch und nicht manuell durch einen Bediener an die Verpackungs-maschine übergeben werden. Das spart Zeit und eliminiert Fehleingaben durch einen manuellen Transfer.

Die Datenselektion ist entscheidend

Was die Datenseite angeht, so besteht kein Mangel. In der Maschinensteuerung der Multivac-Verpackungsmaschinen wird eine große Vielfalt an Daten erfasst und verarbeitet. Dazu gehören Standardinformationen über den Produktionsauftrag wie zum Beispiel die Anzahl der fertigen Verpackungen, die Taktrate der Maschine, die Restmenge der Deckelfolie oder auch die Anzahl der fehlerhaften, ausgeschleusten Verpackungen.

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