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Multivac

Verpackungs- in IT-Systeme integrieren

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Während des Verpackungsprozesses messen Sensoren kritische Parameter wie Siegelzeit, Siegeldruck und -temperatur sowie das Vakuum. Die Parameter werden für jedes zu verpackende Produkt in Form eines so genannten Rezepts gespeichert. Steht die Verpackungsmaschine gar in einer automatisierten Linie, kommen noch Daten aus den Etikettier- und Kennzeichnungslösungen sowie den Systemen zur Handhabung und Qualitätsinspektion hinzu.

Unabdingbar: Ein Lasten- und Pflichtenheft

Im Prinzip können alle Daten, die in der Bedienungssteuerung der Verpackungsmaschine angezeigt werden, an übergeordnete IT-Systeme weitergegeben werden. Das sind jedoch sehr viele Variablen. Daher liegt die eigentliche Herausforderung in der Selektion der Daten: Jedes Unternehmen sollte sich daher vor Beginn eines solchen Integrationsprojekts fragen, welche Variablen tatsächlich benötigt werden und wofür. Gibt es für diese oder jene Variable keine plausible Antwort, so sollte man sie weglassen.

Die Auswahl der Daten erfolgt bei der Firma Multivac daher in enger Abstimmung mit dem Kunden. Der Verpackungsspezialist stellt dazu beispielsweise eine Variablenliste zur Verfügung, aus der der Anwender auswählen kann, und berät zusätzlich bei der Auswahl. Da bei der Beschreibung der Anforderungen jedoch nicht selten auch ein gewisser „Interpretationsspielraum“ existiert, ist bei der Durchführung solcher Projekte die Erstellung eines detaillierten Lasten- und Pflichtenhefts absolut unabdingbar.

Datenübergabe erfolgt mit Standardschnittstelle OPC

Technisch erfolgt die Datenübergabe von und an übergeordnete IT-Systeme über OPC, einen weltweit akzeptierten Standard zur herstellerunabhängigen Kommunikation in der Automatisierungstechnik. OPC wird von MES-/ERP-Systemen, darunter auch SAP, unterstützt. Multivac stellt seine Daten im Format OPC DA 2.0 zur Verfügung und übergibt sie über eine Standard-Ethernet-Schnittstelle.

Alles, was Unternehmen bei einer Integration an zusätzlicher Technik benötigen, ist lediglich ein OPC-Server. Dieser dient als eine Art Datendrehscheibe zwischen der Benutzersteuerung der Verpackungsmaschine und dem IT-System. Der OPC-Server holt die Daten am HMI 2.0 ab und leitet sie dann an das jeweilige IT-System weiter beziehungsweise umgekehrt. Die Daten werden in Echtzeit bereitgestellt und können außerdem sofort verarbeitet werden. Auf der anderen Seite können Aufträge und die dazugehörigen Rezepte vom ERP- bzw. Produktionsleitsystem direkt an die Verpackungsmaschine oder -linie übergeben und dort auch ausgeführt werden.

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