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Kunststoffverarbeitung Verfahren zur Herstellung superhydrophober Oberflächen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) ist an der RWTH Aachen eine Anlagen- und Prozesstechnik für die Herstellung superhydrophober Oberflächen im Spritzgießverfahren entwickelt worden. Die Herstellung eines Demonstratorbauteils wird beim 26. Internationalen Kunststofftechnischen Kolloquium am 7. und 8. März 2012 in Aachen an der laufenden Anlage vorgeführt.

Superhydrophobe, dreidimensional geformte Oberflächen ermöglichen beispielsweise die hochpräzise Dosierung von Medikamenten. (Bild: RWTH Aachen)
Superhydrophobe, dreidimensional geformte Oberflächen ermöglichen beispielsweise die hochpräzise Dosierung von Medikamenten. (Bild: RWTH Aachen)

Am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) ist an der RWTH Aachen eine Anlagen- und Prozesstechnik für die Herstellung superhydrophober Oberflächen im Spritzgießverfahren entwickelt worden. Die Herstellung eines Demonstratorbauteils wird beim 26. Internationalen Kunststofftechnischen Kolloquium am 7. und 8. März 2012 in Aachen an der laufenden Anlage vorgeführt.

Funktionalisierung der Oberfläche direkt in den Urformprozess des Bauteils integrieren

Superhydrophobe Oberflächen mit selbstreinigender Wirkung bieten ein großes Potenzial für neue Produkte beispielsweise in der Bio- und Medizintechnik. Für eine wirtschaftliche Produktion großer Stückzahlen ist es erwünscht, die Funktionalisierung der Oberfläche direkt in den Urformprozess des Bauteils zu integrieren.

Dazu wurde am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) im Rahmen eines Projekts des Exzellenzclusters „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ an der RWTH Aachen eine Anlagen- und Prozesstechnik für die Herstellung superhydrophober Oberflächen im Spritzgießverfahren entwickelt.

Als Demonstratorbauteil wird ein schüsselförmiges Gefäß hergestellt, das nach der Befüllung mit Wasser wieder restlos entleert werden kann. Die Herstellung dieses Bauteils mit 3-D-Geometrie und einer funktionalen Oberfläche erfolgt dabei in einem einzigen Prozessschritt in einem massentauglichen Verfahren.

Oberflächen stellen hochpräzise Dosierung von Medikamenten sicher

Denkbare Anwendungen der superhydrophoben Oberflächen liegen beispielsweise in der Medizintechnik. Hier ist die hochpräzise Dosierung von Medikamenten gefordert, was durch die Oberflächen sichergestellt werden kann.

Die Herstellung des Demonstrators wird beim 26. Internationalen Kunststofftechnischen Kolloquium am 7. und 8. März 2012 in Aachen bei der Institutsbesichtigung des IKV an der laufenden Anlage vorgeführt.

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