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Wiederaufbereitung Trendwende bei der Aufbereitung von Medizinprodukten

| Redakteur: Jürgen Schreier

Lange war die Aufbereitung von Single-Use-Medizinprodukten umstritten. Jetzt schwenken selbst große Medizintechnikunternehmen um und bieten Produktion und Aufbereitung unter einem Dach. Robert Schrödel, Vorstandsvorsitzender der Pioneer Medical Devices AG, begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich.

„Kein Gesundheitssystem der Welt kann es sich heute noch leisten, teure hochkomplexe Medizinprodukte nach einmaligem Gebrauch wegzuwerfen“, Robert Schrödel, Pioneer Medical Devices AG. (Bild: Pioneer)
„Kein Gesundheitssystem der Welt kann es sich heute noch leisten, teure hochkomplexe Medizinprodukte nach einmaligem Gebrauch wegzuwerfen“, Robert Schrödel, Pioneer Medical Devices AG. (Bild: Pioneer)

Lange war die Aufbereitung von Single-Use-Medizinprodukten umstritten. Jetzt schwenken selbst große Medizintechnikunternehmen um und bieten Produktion und Aufbereitung unter einem Dach. Robert Schrödel, Vorstandsvorsitzender der Pioneer Medical Devices AG, begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich.

Ethicon Endo-Surgery kauft SterilMed

Soeben hat die zu Johnson & Johnson gehörende Ethicon Endo-Surgery das US-amerikanische Wiederaufbereitungsunternehmen SterilMed gekauft. Damit wurde ein weiterer spektakulärer Schulterschluss zwischen Hersteller und Wiederaufbereiter besiegelt. Bereits vor zwei Jahren hatte Stryker mit dem Kauf von Ascent Healthcare für Schlagzeilen gesorgt. Robert Schrödel erklärt: „Wenn Marktriesen wie Stryker und Johnson & Johnson in die Wiederaufbereitung einsteigen, dann ist das ein klares Signal, dass ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat. Kein Gesundheitssystem der Welt kann es sich heute noch leisten, teure hochkomplexe Medizinprodukte nach einmaligem Gebrauch wegzuwerfen und gleichzeitig ein hohes Versorgungsniveau für alle Patienten aufrechtzuerhalten. Das haben jetzt einige der großen Medizinprodukthersteller erkannt - eine Trendwende, die ich sehr begrüße.“

Aufbereitung ins CE-Zeichen integriert

Schrödel hält es durchaus für möglich, dass künftig auch andere Medizinprodukte-Hersteller die Aufbereitbarkeit mit in die Produktentwicklung integrieren, ihre komplexen Medizinprodukte also gleich so konzipieren, dass sie mehrfach wiederverwendet werden können.

(ID:31802040)