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Portescap Sterilisierbare Motoren

Autor / Redakteur: Simon Pata / Peter Reinhardt

Der Wechsel von pneumatischen auf elektrische Antriebe bietet Entwicklern von chirurgischen Handinstrumenten eine Reihe von Vorteilen. Allerdings ist bei der Auswahl bürstenloser DC-Motoren zu berücksichtigen, dass im medizinischen Umfeld häufig Sterilisationszyklen durchlaufen werden müssen

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Bild 1 | Sterilisation: Wie gut chirurgische Handinstrumente die Behandlung im Autoklaven vertragen, hängt entscheidend von der verwendeten Antriebstechnik ab
Bild 1 | Sterilisation: Wie gut chirurgische Handinstrumente die Behandlung im Autoklaven vertragen, hängt entscheidend von der verwendeten Antriebstechnik ab
(Bild: Portescap)

Chirurgische Handinstrumente (Bild 1) sind heute in fast allen medizinischen Fachbereichen im Einsatz, so zum Beispiel in der HNO-Chirurgie, Orthopädie, Neurologie, Ophthalmologie oder auch in der plastischen Chirurgie. Dabei werden die ursprünglich druckluftbetriebenen Werkzeuge mittlerweile elektrisch betrieben.

Gute Gründe für elektrische Antriebe

Dies trägt nicht nur dazu bei, dass die chirurgischen Instrumente leistungsfähiger sind, sondern bietet zugleich auch die Vorteile der besseren Steuerung und Handhabung sowie des geräuschärmeren Betriebs. Kurzum, es bedarf heute nur noch einer einfachen Steckdose oder kleinen Batterie – im Gegensatz zu den pneumatischen Werkzeugen mit ihrem „unhandlichen“ und wartungsintensiven Design.

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Die gebräuchlichste Sterilisationsmethode in Krankenhäusern ist das Autoklavieren. Dabei werden chirurgische Instrumente bis zu 18 Minuten 100-prozentiger Feuchtigkeit, 135 °C und Druckänderungen in den Sterilisatoren ausgesetzt. Die meisten dieser Autoklaven ermöglichen mittels Vakuumzyklen die vollständige Dampfdurchdringung zum Abtöten eventuell vorhandener Bakterien, Viren, Pilze und Sporen.

Allerdings bereitet die wiederholte Zufuhr von Feuchtigkeit im Rahmen der erforderlichen Sterilisationsprozesse nicht nur den Herstellern von Instrumenten, sondern auch den Zulieferern der erforderlichen Antriebslösungen immer wieder Probleme. Letztlich ist die Feuchtigkeit häufig die Ursache für elektrische Störungen. Im Folgenden werden vier verschiedene Lösungswege für den Einsatz von DC-Motoren in chirurgischen Handinstrumenten aufgezeigt.

Instrumente zum einmaligen Gebrauch

Der erste Ansatz sieht die Verwendung sehr kostengünstiger Gleichstrommotor- und Kunststoffkomponenten vor, wobei die Instrumente zum einmaligen Gebrauch nach dem chirurgischen Eingriff umgehend vom Personal zu entsorgen sind. Das führt zu einem weiteren Problem. Denn Krankenhäuser und Kliniken weltweit wollen ihren gefährlichen, das heißt infektiösen, Abfall gemäß ihren „grünen Initiativen“ verringern. Des Weiteren stellen solche Einmal- bzw. Einweg-Lösungen nicht immer die wirtschaftlichsten Lösungen dar, so zum Beispiel im Fall von Operationen, die mehrere Male pro Tag durchgeführt werden.

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