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Sterilisierbare Motoren

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Unsterile Antriebslösung mit Akku

Eine weitere Lösung ist der Einsatz „normaler“ Gleichstrommotoren mit einem nicht autoklavierbaren Akku-Pack. Dieses Motor/Akku-Modul muss aber logischerweise vom OP-Team vor der Sterilisation entfernt werden. Problem eins ist also, dass es sich hierbei um unsterile Komponenten handelt. Das medizinische Personal muss diese Antriebslösung folglich gemäß einem speziellen Verfahren am sterilen Instrument anbringen, wobei keine Fehler unterlaufen dürfen. Hinzu kommt, dass Chirurgen vom Gebrauch von Instrumenten mit unsterilen Systemkomponenten nicht wirklich begeistert sind.

Problem zwei ist schließlich das Entfernen der nicht autoklavierbaren Antriebskomponenten durch das OP-Personal vor der Sterilisation vor Ort. Da nicht in allen Einzelfällen der täglichen Praxis eine sachgemäße Handhabung gewährleistet werden kann, kann dies zu einem vorzeitigen Ausfall der angetriebenen Instrumente führen.

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Zusätzliche Dichtungen

Auch der dritte Ansatz sieht den Einsatz eines „normalen“ Gleichstrommotors für chirurgische Handinstrumente vor, wobei dieser nun jedoch dauerhaft am jeweiligen Instrument befestigt ist. Zusätzlich ist hier eine Abdichtung des Motors vorgesehen.

Will man auf diese Weise ausreichende Leistung erzielen, hat das Design aber in den meisten Fällen erhebliche Nachteile. So ist zum Beispiel der Wirkungsgrad aufgrund der am Instrument oder an der Motorwelle angebrachten dynamischen Dichtungen wesentlich geringer. Die Folge ist eine höhere Leistungsaufnahme, die eine stärkere Erwärmung und damit eine geringere Laufzeit des Instruments bewirkt. Darüber hinaus ist keine noch so gute Dichtung langfristig gesehen eine optimale Lösung.

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