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Kunststoffprozesse So wird Spritzguss für Kunststoffteile auch in Kleinserie wirtschaftlich

Redakteur: Alexander Stark

In medizinischen, diagnostischen und analytischen Geräten, in der industriellen Automatisierung sowie in Entwicklungsprozessen werden präzise Kunststoffteile immer wieder in Kleinserien benötigt. Spritzguss kommt dabei aufgrund der hohen Werkzeugkosten normalerweise nicht infrage. Mit einer neuen Technik von Bürkert wird dieses Fertigungsverfahren nun schon ab 250 produzierten Einheiten wirtschaftlich.

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Der schnelle Weg zum wirtschaftlichen Analysesystem: Die standardisierte, modulare Kunststoffspritzgusstechnik eignet sich für Kleinserien mit Stückzahlen zwischen ca. 250 und 2.500.
Der schnelle Weg zum wirtschaftlichen Analysesystem: Die standardisierte, modulare Kunststoffspritzgusstechnik eignet sich für Kleinserien mit Stückzahlen zwischen ca. 250 und 2.500.
(Bild: Bürkert Fluid Control Systems)

Die Werkstoffqualität und die Spülbarkeit der Kanäle haben hohe Priorität bei Analysegeräten für die In-vitro-Diagnostik, aber auch bei anderen Verfahren, bei denen Gase oder Flüssigkeiten präzise verteilt werden; davon hängt schließlich die Genauigkeit der Systeme ab. Gleichzeitig sind aber auch wirtschaftliche Lösungen gefragt. Vor allem bei Kleinserien ist es eine Herausforderung, die Fertigungskosten niedrig zu halten. Dass sich Qualität und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen, beweist Bürkert Fluid Control Systems im Systemhaus Criesbach mit einer standardisierten, modularen Kunststoffspritzgusstechnik, die sich für Kleinserien mit Stückzahlen zwischen ca. 250 und 2.500 eignet. Dabei sind trotz der Standardisierung individuelle Anpassungen möglich. Da von Beratung und Planung über Werkstoffauswahl und -qualifizierung, Bauteilentwicklung, Prototyping und Simulation bis hin zur Konstruktion der Formen inkl. Technikum und Fertigung in der eigenen Kunststoffspritzerei alles in einer Hand liegt und der Kunde nur einen Ansprechpartner hat, können Time-to-Market-Zeiten erheblich reduziert werden.

Individuelle Kleinserienfertigung durch angepasstes Spritzgussverfahren

Normalerweise machen hohe Werkzeugkosten für die Spritzgussformen das Verfahren für Kleinserien unattraktiv. Basierend auf der über 40-jährigen Erfahrung beim Kunststoffspritzguss hat Bürkert deshalb ein modulares Werkzeugsystem entwickelt, bei dem nur Aluminium-Einsätze und nicht das komplette Stahl-Grundgerüst individuell angefertigt werden müssen. Dadurch sinken die Investitionskosten und die Projektlaufzeit reduziert sich, ohne dass es zu Qualitätseinbußen kommt. Durch die hohe Fertigungstiefe findet der gesamte Prozess bis zum Serienprodukt unter einem Dach statt und die Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt. Dabei lassen sich auch Sonderlösungen berücksichtigen und beispielsweise zugelieferte Gehäuseteile integrieren.

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