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LPKF/ Laser Micronics

Sichere Kunststoff-Verbindung für schnelle Wundheilung

| Redakteur: Alexander Stark

Das neuartige Mikrowasserstrahlgerät Debritom+ ist ein von Carag entwickeltes Gerät für die medizinische Wundreinigung. Es wird mit modernen Verfahren produziert und verspricht eine besonders gewebeschonende Wundreinigung und schnellere Heilung. Seine Funktion verdankt es auch der Lasertechnologie.

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Eine Lasermaschine von LPKF, vergleichbar mit diesem Modell LPKF Power Weld 6600, schweißt die Bauteile des Ventilblocks zusammen.
Eine Lasermaschine von LPKF, vergleichbar mit diesem Modell LPKF Power Weld 6600, schweißt die Bauteile des Ventilblocks zusammen.
(Bild: LPKF Welding Quipment)
  • Schonende Wundbehandlung durch Mikrowasserstrahl
  • Laser-Kunststoffschweißen sorgt für eine hermetisch dichte Verbindung der Verbindungen
  • Verzicht auf chemische Zusatzstoffe vermeidet Kontaminationen

Insbesondere chronische Wunden lassen sich mittels Mikrowasserstrahl besonders schmerzarm behandeln. Ein stark gebündelter Wasserstrahl trägt die zähen Wundbeläge ab, entfernt Fremdkörper aus akuten Wunden oder spült kontaminierte Wunden effizient. Eine gewünschte Mikroblutung wird erzeugt und dadurch die Wundheilung wieder angeregt. Durch die Behandlung reduziert sich die Wundheilungsdauer deutlich, und das gesunde Gewebe wird geschont. Darüber hinaus geht die Behandlung schnell – eine Erleichterung sowohl für Patienten als auch Ärzte und Pflegepersonal.

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Das Gerät Debritom+ wurde für diese Anwendung konzipiert. Der Hersteller nutzt für die Konstruktion hochwertige Materialien und Verarbeitungsmethoden. Um hygienische Sauberkeit sicherzustellen wird daher im Reinraum produziert, und die Bauelemente sind aus hochwertigen Kunststoffen – mit hoher Resistenz gegenüber Reinigungsmitteln.

Die wichtigste Funktionalität des Debritom+ selbst, das über Medaxis aus der Schweiz vertrieben wird, ist die Druckerzeugung. Die Flüssigkeit wird im Gerät mit bis zu 200 bar Druck beaufschlagt, Prüfdruck ist bis 400 bar möglich. Ein Schlüsselbauteil ist daher der Ventilblock, in dem die Druckerzeugung erfolgt. Um die Festigkeit der Verbindung der beiden Bauteile aus POM-H gewährleisten zu können, setzt der Hersteller auf Laser-Kunststoffschweißen von Laser Micronics. Das Verfahren wird verwendet, um sichere, hygienische und hermetisch dichte Verbindungen zwischen Kunststoffbauteilen herzustellen.

Hermetisch dichte Verbindung

Bei dem Ventilblock für das Wundreinigungsgerät handelt es sich um ein mikrofluidisches Bauteil, dessen Kontur im Schweißprozess abgefahren wird. Das eingesetzte LPKF-Laser-System ermittelt anhand der Daten die exakten Schweißparameter und sorgt für präzise Schweißnähte. Die entstehenden Verbindungen haben nahezu die Festigkeit des Grundmaterials. Die Maschine ermöglicht darüber hinaus eine vollständige Prozesskontrolle sowie die Nachverfolgbarkeit der Resultate. So werden die Schweißnähte exakt positioniert und die Ergebnisse kontrolliert.

Das Fügen der bereits im Reinraum hergestellten Bauteile erfolgt bei Laser-Micronics ebenfalls in einem Reinraum der Klasse 5. Schweißzeiten von nur wenigen Sekunden ermöglichen hohe Taktraten. Dass die Maschine eine kurze Zykluszeit mit hoher Schweißnahtqualität verbindet, sorgt für hohen Durchsatz und zeitnahe Verfügbarkeit der geschweißten Bauteile. Dies trägt zu kurzen Lieferzeiten bei.

Das Laser-Kunststoffschweiß-Verfahren eignet sich auch für die Herstellung von Gehäusen mit Elektronik und Sensorik, für Kartuschen oder für andere mikrofluidische Kunststoffbauteile. Eine Partikelbildung, wie sie beispielsweise durch die Folgen der minimalen Reibung beim Ultraschallschweißen entstehen, wird beim Laser-Kunststoffschweißen vermieden. Außerdem benötigt das Verfahren keine chemischen Zusatzstoffe für das Fügen des Materials. Dies ist ein besonders wichtiger Punkt für Einsätze sowohl in Medizintechnik als auch im Nahrungsmittelbereich; in beiden Branchen müssen auch geringste Kontaminationen unbedingt vermieden werden.

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