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CNC-Steuerung

Retrofit – weil die Maschinen es wert sind

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„Wir fertigen täglich ganz verschiedene Teile“, erklärt Vollmer und führt neben vielen anderen Beispielen Kontaktlinsen aus Plexiglas an, die mit sehr exakten Bohrungen versehen sind, weil darin Elektroden für Messungen am Auge platziert werden. Er ergänzt: „Jeder weiß, wie unangenehm schon ein kleiner Fussel im Auge ist, deshalb muss insbesondere die Kontaktfläche dieser Linsen, die bei der Untersuchung auf dem Auge aufliegt, perfekt sein.“ Und das funktioniert nur, wenn er und sein Team alles aus den Maschinen herausholen. Denn die Kontaktlinse geht von der Maschine in die Sterilisation und dann direkt zum Patienten. Programmiert wird in der Tübinger Werkstatt ausnahmslos direkt an der Maschine. Shop Turn ist dafür ausgelegt, solche kleineren Losgrößen schnell und einfach zu programmieren. Die Techniker werden dabei durch zahlreiche vorgefertigte Zyklen unterstützt, die verschiedene Arbeitsschritte erleichtern. Im Gravurzyklus etwa sind Buchstaben und Zahlen schon als fertige Programmteile hinterlegt, sodass nur noch definiert werden muss, welchen Abstand die einzelnen Zeichen haben sollen. Den Rest erledigt die Steuerung automatisch.

Vielfalt an Werkstoffen und Werkstücken

Egal, ob Kontaktlinsen aus Plexiglas, Ringe aus Titan oder Teile aus implantierbarem Peek – die Vielfalt an Werkstoffen und Werkstücken ist groß und macht die Arbeit in der Werkstatt spannend. Anspruchsvoll sind dabei die vielen unterschiedlichen Kleinst- und Kleinserien bis maximal 50 Stück. Teilweise müssen sogar die notwendigen Spannvorrichtungen selbst entwickelt und gefertigt werden. So beispielsweise auch Spannzangen für die Drehmaschine von Spinner, die Vollmer für die Herstellung winziger M1-Schrauben angefertigt hat, damit in den Schrauben Einstiche von 0,4 mm präzise platziert werden können. Auf die hohe Präzision dieser Drehmaschine wird das Entwicklungswerkstatt-Team auch nach 2015 nicht verzichten. Dann ist ein Umzug der Universitäts-Augenklinik samt dem Forschungsinstitut in ein neues Gebäude geplant. Dass die aufgerüstete Maschine mitgenommen wird, steht derweil schon lange fest. Denn das Retrofit hat die Daseinsberechtigung der Maschine auf Dauer verlängert. Und dank des zwischenzeitlich ausreichend großen Zugangs muss die Drehmaschine dann auch nicht mehr den Umweg über das Treppenhaus nehmen.

Kontakt:

Siemens AG

Motion Control Systems

D-91056 Erlangen

www.siemens.de/sinumeri

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