CNC-Steuerung

Retrofit – weil die Maschinen es wert sind

| Redakteur: Peter Reinhardt

Erfolgreiches Retrofit: Die Spinner SB-CNC ist heute mit der Sinumerik 840D ausgestattet und damit wieder auf dem neuesten Stand der Technik.
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Erfolgreiches Retrofit: Die Spinner SB-CNC ist heute mit der Sinumerik 840D ausgestattet und damit wieder auf dem neuesten Stand der Technik. (Bild: Siemens)

Was hat eine Augenklinik mit einer Werkzeugmaschine zu tun? Die Suche nachder Antwort führt in die Entwicklungswerkstatt an der Universität Tübingen. Eine zwölf Jahre alte Drehmaschine wurde dort kürzlich durch ein Retrofit wieder auf den aktuellen technischen Stand gebracht.

Werkstattleiter Klaus Vollmer ist in der Entwicklungswerkstatt dafür zuständig, Teile für Forschungsprojekte von Medizinern zu fertigen. Mit seinen drei Mitarbeitern und einem Auszubildenden arbeitet er nicht nur für die Augenklinik selbst, sondern übernimmt auch Aufträge von der Hals-Nasen-Ohren-Klinik und der Neurologischen Uniklinik. Die Entwicklung der Werkstücke erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ärzten, die meist mit einer Idee oder einer groben Skizze auf Werkstattleiter Vollmer und seine Mitarbeiter zukommen. Die Techniker prüfen die Machbarkeit und entwickeln das Ganze weiter, bis es allen Anforderungen der Forscher genügt. Anschließend stellen sie das Teil an einer der Werkzeugmaschinen in der erforderlichen, zumeist sehr kleinen Stückzahl her.

Zwölf Jahre sind noch lange nicht genug

Dafür steht ihnen unter anderem eine Drehmaschine des Typs Spinner SB-CNC zur Verfügung, die mit der Steuerung Sinumerik 840D von Siemens ausgestattet ist (Bild 1). Die Drehmaschine ist seit über zwölf Jahren im Einsatz. Mit angetriebenem Werkzeug ausgestattet, erlaubt sie die Komplettbearbeitung von Werkstücken in einer Aufspannung. Neben allen technischen Argumenten, die für diese Maschine sprachen, musste seinerzeit auch darauf geachtet werden, dass die Anlieferung durch eine nur gut einen Meter breite Tür zu erfolgen hatte. „Die Drehmaschine ist vergleichsweise klein, deshalb mussten wir nur ein Geländer im Treppenhaus ausbauen, um sie in unsere Werkstatt bringen zu können“, erinnert sich Vollmer. Bei der Anschaffung einer Fräsmaschine „normaler Größe“ vor einigen Jahren bekam das mehr als 100 Jahre alte Gebäude der Augenklinik dann einen breiteren Zugang. Als die Drehmaschine mit zunehmendem Alter nicht mehr mit den modernen Bedienkonzepten mithalten konnte, entschied sich der Werkstattleiter, die Maschine mit aktueller Technik aufzurüsten. Da die Maschinen hier nicht permanent ausgelastet sind, war das mit Blick auf die Kosten sinnvoll – das sogenannte Retrofit ist wesentlich günstiger als die Anschaffung einer neuen Maschine. Hinzu kommt, dass Vollmer mit den Ergebnissen und der Präzision dieser Maschine nach wie vor sehr zufrieden ist.

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