Messe Erfurt

Rapid.Tech + FabCon 3.D mit Forum Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik

| Redakteur: Peter Reinhardt

Wie mittels Nano-Particle-Jetting-Technologie (NPJ) hochwertige medizinische Produkte aus Keramik hergestellt werden können, zeigt Xjet auf dem Forum anlässlich der Messe Rapid.Tech + FabCon 3.D in Erfurt.
Wie mittels Nano-Particle-Jetting-Technologie (NPJ) hochwertige medizinische Produkte aus Keramik hergestellt werden können, zeigt Xjet auf dem Forum anlässlich der Messe Rapid.Tech + FabCon 3.D in Erfurt. (Bild: Xjet)

Internationale Experten für den 3D-Druck in der Medizin treffen sich erneut in Erfurt. Am 25. Juni findet im Rahmen der Messe Rapid.Tech + FabCon 3.D ein Forum Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik statt.

  • Neueste Erkenntnisse im Additive Manufacturing für den medizinischen Bereich
  • Technologien und Anwendungen aus Theorie und Praxis
  • Insgesamt 14 Foren mit über 100 Vorträgen

Der Markt für 3D-gedruckte medizinische Produkte wächst rasant. Nach einem aktuellen Report von Future Market Insights (FMI) ist bis 2026 mit jährlichen Steigerungsraten von fast 18 Prozent zu rechnen. Als eine der ersten Anwenderbranchen für die additive Fertigung treibt die Medizintechnik auch die qualitative Entwicklung von Materialien, Verfahren und Prozessen voran. Zu den führenden Regionen in diesem Bereich gehören laut FMI vor allem Nordamerika, Westeuropa sowie Asien, hier insbesondere Japan.

Aktueller Stand von 3D-Druck in der Medizin

Diese Innovationsführerschaften spiegeln sich im Programm des Forums Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik am 25. Juni 2019, dem Eröffnungstag der dreitägigen Rapid.Tech + FabCon 3.D in Erfurt, wider. „Wir begrüßen zum Forum Referenten namhafter Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den USA, Israel, Österreich, Japan und Deutschland. Die Nachfrage nach den sieben Vortragsplätzen war enorm und zeigt, dass Erfurt zu den internationalen Hotspots gehört, wenn es darum geht, neueste Erkenntnisse im Additive Manufacturing für den medizinischen Bereich vorzustellen und mit Experten zu diskutieren“, erklärt dazu Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt.

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Auswahl und inhaltliche Ausrichtung des Forums lagen erneut maßgeblich in den Händen von Ralf Schumacher, Head Mimedis Digital Surgical Solutions der schweizerischen Medartis AG. „Wir geben im Forum einen Überblick zum aktuellen Stand von 3D-Druck-Anwendungen speziell im Dental- und Orthopädiebereich.“ Dabei spielen nicht nur die Drucktechnologien an sich eine Rolle, sondern genauso die vor- und nachgelagerten Prozesse sowie die Prozessvalidierung. Vorgestellt werden darüber hinaus Weiterentwicklungen bei etablierten Kunststoff-Verfahren, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Biokompatibilität. Ebenso gehören Neuheiten aus den Bereichen des keramischen und des metallischen 3D-Drucks für medizinische Produkte zum Programm.

Forum Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik

  • Den Weg zum geprüften Medizinprodukt beim Direct Metal Printing beschreibt der Vortrag von 3D Systems, dem US-amerikanischen Unternehmen, das 3D-Druck-Erfinder Chuck Hull mitgegründet hat.
  • Xjet aus Israel zeigt, wie mittels Nano-Particle-Jetting-Technologie (NPJ) hochwertige medizinische Produkte aus Keramik hergestellt werden können.
  • Die Möglichkeiten des LCM-Prozesses (Lithography-based Ceramic Manufacturing) in der modernen Medizintechnik stellt Lithoz aus Österreich vor.
  • Über einen neuen Ansatz für die Herstellung von Zahnkorrekturschablonen, sogenannten Alignern, berichtet das japanische Unternehmen Okamoto. Mit dem verwendeten Material und Verfahren werden deutlich verbesserte Produkteigenschaften wie hohe Zähigkeit und das Vermeiden von Gelbfärbung erreicht.
  • Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Würzburg, berichtet über seine Arbeit an biokompatiblen harzbasierten 3D-Druck-Materialien für Zahnersatz mit hochwertigen mechanischen Eigenschaften. Bisher verwendete Werkstoffe konnten wegen ungenügender dauerhafter Verträglichkeit nur temporär genutzt werden.
  • Wie hochbelastbare Instrumente für die Orthopädie effizient gefertigt werden können, darüber informiert der Vortrag „Der Weg vom Feinguss zur additiven Fertigung“ des Endoprothetik-Entwicklungspartners Endocon aus Neckargemünd
  • Die Herstellung abbaubarer filigraner Gefäßstützstrukturen, sogenannter Scaffolds, mittels selektiven Laserstrahlschmelzens beschreibt das Referat vom Laser Zentrum Hannover.
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13 weitere branchen- bzw. fachbezogene Foren

Das Forum Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik ist eines von insgesamt 14 branchen- bzw. fachbezogenen Foren im Kongressprogramm der Rapid.Tech + FabCon 3.D. Erstmals auf der Agenda stehen die folgenden Themen:

  • Software und Prozesse
  • Kunststoff
  • Normung und Arbeitsschutz

Daneben gehören die bewährten Foren

  • Automobil
  • Luftfahrt
  • Lohnfertigung
  • 3D-gedruckte Elektronik und Funktionalität
  • Konstruktion
  • Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau
  • Metall
  • Recht (eine Veranstaltung der Fraunhofer- Allianz „Generativ“)
  • AM Science (zweitägig)

erneut zum Programm. Insgesamt werden an den drei Kongresstagen in mehr als 100 Vorträgen die neuesten Entwicklungen, Trends und Ergebnisse zu additiven Technologien und Anwendungen aus Theorie und Praxis vorgestellt.

Zum weiteren Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie zur Kontaktanbahnung bzw. -pflege bieten sich die 3D Printing Conference sowie die neu strukturierten Präsentationsflächen und Netzwerkangebote in der Ausstellung an.

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