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Carbo-Medtech Potenzial carbonfaserverstärkter Werkstoffe für medizintechnische Produkte

| Redakteur: Peter Reinhardt

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) sind leicht, hochsteif, korrosionsbeständig und röntgentransparent. Damit sind sie gut geeignet für Einsätze in der Medizintechnik. Bisher gibt es jedoch nur wenig konkrete Anwendungen.

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Die Auftaktveranstaltung des neuen Netzwerks Carbo-Medtech wird von den Teilnehmern rege für den Austausch von Informationen und Erfahrungen genutzt.
Die Auftaktveranstaltung des neuen Netzwerks Carbo-Medtech wird von den Teilnehmern rege für den Austausch von Informationen und Erfahrungen genutzt.
(Bild: Senetics)

Noch sind die Kosten für die Materialklasse carbonfaserverstärkter Kunststoffe vergleichsweise hoch. Das verhindert bislang die flächendeckende Nutzung des Leichtbaupotenzials von CFK. Um das zu ändern, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im November die Förderung zur Gründung des Netzwerkes Carbo-Medtech bewilligt. Am 2. Dezember fand mit dem Kick-Off Meeting „Innovative Materialien Fokus: carbonfaserverstärkte Werkstoffe in der Medizintechnik“ der offizielle Startschuss im Headquarter des Netzwerkmanagements Senetics in Erlangen statt.

ZIM-Netzwerkförderung für Carbo-Medtech

Das Netzwerk wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms (ZIM-Netzwerkförderung) unterstützt. „Um Anwendungen kosteneffizient zu gestalten, sollen Fragestellungen zu optimierten Herstellungstechnologien, der materialgerechten Verarbeitung und Bearbeitung sowie zur softwaregestützten Dimensionierung und Nutzungsdauerprognose erörtert und in F&E-Projekten der Netzwerkpartner gelöst werden“, heißt es auf der Bewilligungsseite für ZIM-Kooperationsnetzwerke. Koordiniert von Dr. Wolfgang Sening wird das Ziel verfolgt, carbonfaserverstärkte Werkstoffe durch Kompetenzbündelung entlang der gesamten Wertschöpfungskette noch stärker in den Materialfokus medizintechnischer Produktentwicklungen zu stellen.

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Herausforderungen bei der Nutzung carbonfaserverstärkter Kunststoffe bewältigen

In dem neuen Netzwerk kommen Partner zur Bündelung ihres Know-hows zusammen, um die Herausforderungen bei der Nutzung carbonfaserverstärkter Kunststoffe trotz begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen synergetisch zu bewältigen. Neben Forschungseinrichtungen, wie der TU München und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), sind sowohl mittelständische Unternehmen wie Otto Bock und Karl Storz als auch der Healthcare-Sektor des Siemens-Konzerns unter den gut 20 Mitgliedern und assoziierten Partnern in das Netzwerk integriert. Ihnen geht es vor allem um den Austausch von Informationen und Erfahrungen, die Intensivierung der Kontakte zwischen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Instituten, Unternehmen und Anwendern sowie die Initiierung von Projekten und Projektgruppen.

Aktuell wird bereits an folgenden Hauptprojektbereichen gearbeitet:

  • Projektbereich 1: Innovatives Herstellungsverfahren zum verbesserten Carbonfaseraufbau
  • Projektbereich 2: Entwicklung von innovative Bauteilen und Baugruppen aus CFK-Verbundmaterialien
  • Projektbereich 3: Entwicklung einer Softwareumgebung für die rechnerische Dimensionierung und Nachweisführung in der Bauteilentwicklung der Medizintechnik

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