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Oberflächentechnik Plasma veredelt Oberflächen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Zahlreiche Werkstoffe und Materialien werden erst durch eine Oberflächenbehandlung den Anforderungen an das Endprodukt gerecht. Klassische, nasschemische oder plasmatechnische Beschichtungsverfahren sorgen für maßgeschneiderte Oberflächeneigenschaften.

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Bild 1: Durch Oberflächenbehandlungen lassen sich Präzisionsteile und Schläuche zu kundenindividuellen Lösungen anreichern. (Bild: Helix Medical)
Bild 1: Durch Oberflächenbehandlungen lassen sich Präzisionsteile und Schläuche zu kundenindividuellen Lösungen anreichern. (Bild: Helix Medical)

Erzielbare Effekte sind beispielsweise die Reduzierung von Reibung, eine Verbesserung der Haptik, die Einführung chemischer Funktionalitäten sowie eine verbesserte Medienbeständigkeit

der Materialien. So können schmutz- und ölabweisende Effekte durch eine oleophobe Ausstattung der Oberfläche erzielt werden.Farbige Beschichtungen ermöglichen eine gezielte Steuerung der Lichtdurchlässigkeit transparenter Grundwerkstoffe.

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Aber auch die Optik alleine kann durch farbige Beschichtungen verändert werden. So lassen sich Komponenten zu kundenindividuellen Lösungen für medizintechnische Anwendungen anreichern (Bild 1).

Plasmabehandlung verbessert Haptik

Helix Medical entwickelt und fertigt Silikon- und Thermoplastkomponenten für die medizintechnische, biotechnologische und pharmazeutische Industrie. Das Produktportfolio beinhaltet unter anderem Schläuche aus Silikon, die z. B. in Kathetern eingesetzt werden (Bild 2). Dieser Werkstoff ist für medizinische Anwendungen aufgrund der guten Biokompatibilität, seiner hohen Elastizität und einer guten Beständigkeit gegenüber verschiedenen Medien sehr gut geeignet.

Eine Silikonoberfläche ist jedoch klebrig und daher auch stark schmutzanziehend. Der hohe Reibungskoeffizient erschwert zusätzlich den Einsatz für Anwendungen, in denen ein gutes Gleiten gefordert ist, wie z. B. als Endoskopiekatheter.

Eine zukunftsweisende Fragestellung ist auch die Innenbeschichtung von Schläuchen für

Herzschrittmacher-Anwendungen. Durch Plasmabehandlung von Silikonformteilen kann nicht nur die Haptik verbessert, sondern auch eine problemlose Vereinzelung klebriger Teile im Produktionsprozess erzielt werden (Bild 3). Auf diese Weise kann nicht nur ein Mehrwert der Produkte selbst, sondern auch eine Vereinfachung des Produktions- und Weiterverarbeitungsprozesses erzielt werden. Helix Medical Europe betreibt zurzeit eine Plasmaanlage in der Reinraumproduktion in Kaiserslautern.

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