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Oberflächentechnik

Plasma veredelt Oberflächen

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Mehrere Funktionalitäten in einem Prozess

Dort werden auch Fragestellungen wie beispielsweise das Einstellen der Oberflächenenergie bzw. der Benetzbarkeit oder die Anpassung der Haftungseigenschaften bearbeitet. Plasmaprozesse

erlauben es, mehrere Funktionalitäten in einem Prozess zu realisieren, sodass etwa eine bioaktive

Schicht mit guter Haftung an das entsprechende Substrat in einem Prozess erzeugt werden kann. Die Oberflächen werden auf umwelt- und ressourcenschonende Weise im Plasma beschichtet, aktiviert oder auch plasmageätzt.

Ohne Emission von Lösungsmitteln und ohne zeitaufwendige Trocknungsprozesse können verschiedene Bauteil-Geometrien im Niederdruck- oder im Atmosphärendruckplasma funktionalisiert werden. Kleinteile können in Schüttgutprozessen im Niederdruck behandelt werden.

Atmosphärendruckplasmen eignen sich besonders für die Integration in bestehende Prozessketten. Hierzu kommen je nach geometrischen Anforderungen verschiedene Anlagen zur Behandlung und Beschichtung zum Einsatz.

DLC-Schichten stabilisieren Implantate

Die Plasmatechnologie bietet Potential für eine Vielzahl weiterer Anwendungsfelder in der Medizintechnik. Plasmaunterstützt können beispielsweise biokompatible, amorphe und diamantartige DLC-Schichten (Diamond-Like Carbon) hergestellt werden. Derartige Schichten werden aktuell neben der Medizintechnik auch im Automobilbau oder im Sanitärbereich eingesetzt. Ein sehr niedriger Reibungskoeffizient, sehr gute Verschleißeigenschaften und die Härte der Schicht führen zu einer deutlich höheren Stabilität von Implantaten im Körper und erhöhen damit die mögliche Tragezeit für die Patienten.

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