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Koch Pac-Systeme Package the smart way: Koch verpackt nachhaltig

| Redakteur: Julia Engelke

Das Nachhaltigkeitsbewusstsein hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Dynamik ausgelöst. Um in einer stark regulierten Branche wie der Medizintechnik dieses Bewusstsein umsetzen zu können, bietet der Sondermaschinenbauer Koch Pac-Systeme seinen Kunden nachhaltige Lösungen an.

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Beispielhaft in Cyclepac auf der KBS-PL von Koch Pac-Systeme verpackt: das in Corona-Zeiten unverzichtbare Hygienehandgel sowie für den Medical-Bereich ein Spritzen-Modell.
Beispielhaft in Cyclepac auf der KBS-PL von Koch Pac-Systeme verpackt: das in Corona-Zeiten unverzichtbare Hygienehandgel sowie für den Medical-Bereich ein Spritzen-Modell.
(Bild: Koch Pac-Systeme)
  • Verschärfte Anforderungen in der Medizintechnik durch Verpackungsmaschine KBS-C Medplus erfüllt
  • Verpackungskonzept Cyclepac: Sekundärverpackung auf Zellstoffbasis, zu 100 Prozent wiederverwertbar sowie geeignet für stabile und gut verschlossene Produkte
  • Bereits in der Entwicklungsphase kann Koch den Kunden in der Auslegung der Verpackung unterstützen

Schon bevor sich der Nachhaltigkeitsgedanke in der Gesellschaft verankerte und einen wahren Hype auslöste, erkannte der Sondermaschinenbauer Koch Pac-Systeme aus Pfalzgrafenweiler die Bedeutung des Themas für den Bereich Verpackungen. Schon in den 1990er Jahren wurde das erste nachhaltige Verpackungskonzept eingeführt. Kein Wunder also, dass das Unternehmen ein internes Nachhaltigkeitsteam hat, das ebendieses Thema kontinuierlich vorantreibt und für die einzelnen Anwendungsfelder, wie auch in der Medizintechnik, unter dem Motto „Package the smart way“ nachhaltige Lösungen entwickelt.

Im Bereich Medizintechnik gibt es verschärfte Anforderungen an die Verpackung. Ein Beispiel dafür ist die bald in Kraft tretende Medical Device Regulation (MDR), die das Inverkehrbringen von Produkten für Medtech-Unternehmen durch restriktivere Anforderungen erschwert. In der MDR sind zum einen erhöhte Anforderungen im Bereich Qualitäts- und Risikomanagement enthalten. Zum anderen muss bei der Konzeption von Verpackungen die Kennzeichnung von Medizinprodukten mit allen relevanten Daten sowie die Überwachung der Produktion inklusive aller relevanten Prozessparameter berücksichtigt werden. Bei Konzeption von Primärverpackungen, die zur Sterilisation geeignet sind bzw. die den Anspruch der Aufrechterhaltung einer sterilen Verpackung haben, muss sich bei der Entwicklung in puncto Nachhaltigkeit eingeschränkt werden. Daher spezialisiert sich Koch auf nachhaltige Sekundärverpackungen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, hat Koch nicht zuletzt die neue FFS-Maschine KBS-C entwickelt, die explizit für den Medizinbereich konzipiert ist und mit dem unternehmenseigenen Qualitätszeichen „Medplus“ für ein Plus an Sicherheit, Technik, Ausstattungsmerkmalen und Betreuung steht. So können mit der KBS-C Produkte der Risikoklasse IIa, IIb, III in Reinräumen bis Klasse 7 verpackt werden. Die Gestaltungsräume in der Konzeptionierung einer Primärverpackung im Medizinbereich sind allerdings eingeschränkter als für Verpackungen im Consumer-Markt. So sind beispielsweise durch die Anforderungen an die Sterilisation von Produkten bestimmte Materialkombinationen mehr oder weniger vorgegeben. Daher sieht Koch im Bereich von Sekundärverpackungen ein großes Potential in Kartoneinstoffverpackungen, um den Nachhaltigkeitsgedanken am Markt zu etablieren.

Nachhaltigkeit setzt bereits in der Entwicklungsphase an

Mit dem Verpackungskonzept Cyclepac bietet Koch eine nachhaltige Alternative, die das Unternehmen bereits um 1990 entwickelte. Zielgruppen sind Hersteller von Konsumgütern sowie Medizintechnik. Cyclepac ist eine Sekundärverpackung auf Zellstoffbasis, zu 100 Prozent wiederverwertbar sowie geeignet für stabile und gut verschlossene Produkte. Für den Endverbraucher stellt die Kartoneinstoffverpackung eine Alternative zu Kunststoffverpackungen dar. Damit kann die wahrgenommene Plastikflut reduziert werden. Mit Cyclepac werden die Produkte von oben eingefügt. Dies verhindert, dass das Produkt an der Seitenwand streift, und bietet einsehbare Belade-Prozesse. Die Verpackung kann durch hochwertige Druckqualitäten sehr attraktiv gestaltet werden. Die Investition einer reinen Cyclepac-Maschine ist grundsätzlich geringer als bei einer reinen Tiefziehmaschine. Eine Cyclepac-Station und eine Tiefziehstation können an einer Verpackungsmaschine kombiniert werden. In diesem Fall können entweder Cyclepac- oder Kunststoffblister auf derselben Maschine hergestellt werden. Während bei Cyclepac die Siegelränder nach außen versiegelt sind, können die Kunden auch eine Variante wählen, bei der die Siegelränder nach innen verklebt sind. Auch bei diesem Verfahren wird das Top-Loading-System verwendet.

Kunden, die Faltschachtel-Verpackungen aus massivem Karton wählen, bei denen das Produkt von der Seite eingeschoben wird, müssen auf den Nachhaltigkeitsfaktor ebenfalls nicht verzichten: Um auch diesen bewährten Belade-Prozess für hohe Stückzahlen mit Side-Loading zu erfüllen, bieten sich die Kartonierer-Lösungen von Koch weiterhin an. Der Sondermaschinenbauer hat zudem weitere Nachhaltigkeitslösungen im Angebot, die auch für die Medizintechnik interessant sind. Für Maschinen von Koch, die das Prinzip des Thermoformverfahrens nutzen, stellt sich natürlich auch die Frage, welche Materialien in den Prozess eingebracht werden. Der Markt an ökologischen Folien ist vielfältig und Koch kann aufgrund vieler Tests mit unterschiedlichsten Materialien (PLA, RPET, Bio-Pet ...) auf eine große Expertise zurückgreifen.

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Info
Nachhaltigkeitsoptionen der Verpackungsmaschinen

Speziell für die Medizintechnik bietet auch die neue Verpackungsmaschine KBS-C Medplus nachhaltige Verpackungslösungen mit Folienanwendungen an. Das Top-Loading-Prinzip und das patentierte Smart Heating, das die Heizenergie exakt dosiert einbringt und in Kombination mit Smart Forming für reduzierten Folienverbrauch und perfekt ausgeformte Blister sorgt, tragen zum Nachhaltigkeitsprinzip bei.

Die Verpackungsmaschine KBS-PL für medizintechnische Produkte verarbeitet gängige Folien ebenso zuverlässig wie die Kartonqualitäten von Cyclepac. Hier gibt es ebenso die Top-Loading-Option.

Für Faltschachtel-Verpackungen aus massivem Karton eignet sich dagegen die Side-Loading-Option. Bei diesem Belade-Prozess wird das Produkt von der Seite eingeschoben.

In einem Video können alle Nachhaltigkeitsoptionen in Aktion gesehen werden.
In einem Video können alle Nachhaltigkeitsoptionen in Aktion gesehen werden.
( Bild: Koch Pac-Systeme )

Ein neues Formgebungsverfahren aus dem Non-Food-Sektor steckt für den Medizin-Bereich noch in den Kinderschuhen. Mit diesem Verfahren werden faserbasierte Werkstoffe in Formen gebracht, die Blisterverpackungen ähneln. Diese Faserform-Blister können demnach als Verkaufsverpackungen bei Nutzung existierender Logistik-Ketten verwendet werden. Dekorationsmöglichkeiten wie Prägungen können eingebracht werden. Zur Herstellung dieser Verpackungen werden Naturfasern verwendet, die aus zertifizierten Wäldern stammen. Außerdem sind sie vollständig für den Recycling-Prozess von Papier geeignet.

Bereits in der Entwicklungsphase kann Koch den Kunden in der Auslegung der Verpackung unterstützen. Selbst Vollkunststoff-Verpackungen können nach wie vor eine interessante Lösung darstellen, denn hier kann die Verwendung von Monomaterialien für eine bessere Recyclingfähigkeit sorgen. Um den Materialverbrauch weiter zu reduzieren, werden innovative Verfahren und Techniken (wie z.B. das Smart Heating und Forming) eingesetzt, die eine hervorragende Blisterqualität garantieren sowie eine höhere Taktzahl ermöglichen und auch in der neuen KBS-C Medplus zum Einsatz kommen. Zudem kann durch besondere Schnittverfahren vor allem bei kleinen Produkten deutlich Material gespart werden. Die Verpackungen werden individuell für die Produkte und die Anforderungen der Kunden an den Verpackungsprozess ausgelegt.

„Die Möglichkeiten sind vielfältig und oft bewerten Kunden ‚Nachhaltigkeit‘ ganz unterschiedlich. Wird nur die Außenwirkung der Verpackung betrachtet oder der ganze Footprint einer Verpackung? Muss es gleich eine biologisch abbaubare Verpackung für den Endverbraucher sein, um nachhaltig zu sein? Oder kann man auch versuchen, in einzelnen Prozessschritten nachhaltig zu verpacken?“, so Kai Kunzmann, Product Manager Medizintechnik bei Koch Pac-Systeme. „Koch bietet in vielen Teilprozessen seiner Verpackungsanlagen Lösungen an, um Schritt für Schritt effizient mit den Verpackungsmaterialien umzugehen.“

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