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Reinigung / Sterilisation / Desinfektion

Miele baut seine Medizintechnik-Sparte aus

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Miele übernimmt die Mehrheit der Anteile des italienischen Medizintechnik-Herstellers Steelco. Damit wächst die Medizintechnik-Sparte der Miele-Gruppe um etwa ein Drittel auf rund 250 Mio. Euro Umsatz pro Jahr.

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Ein Großsterilisator von Miele Professional – Miele ist Hersteller von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für medizinische Einrichtungen und Labore.
Ein Großsterilisator von Miele Professional – Miele ist Hersteller von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für medizinische Einrichtungen und Labore.
(Bild: Miele)
  • Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für medizinische Einrichtungen, Labore, Kliniken und die Pharmaproduktion
  • Ausbau des Produktportfolios und des Händlernetzes von Miele

Miele ist Hersteller von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für medizinische Einrichtungen und Labore. Hierzu gehört auch das Projektgeschäft zur Planung und Ausstattung der zentralen Sterilgutversorgung (ZSVA) in Kliniken. „Gemeinsam mit Steelco können wir unseren Anspruch auf die Qualitäts- und Innovationsführerschaft jetzt mit einem deutlich vergrößerten Produktportfolio verbinden und so unsere Marktposition weiter ausbauen“, sagt Andreas Barduna, kaufmännischer Leiter des Geschäftsbereichs Miele Professional. Den Geschäftsbereich Hausgeräte hinzugerechnet, erzielte die Miele Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 einen Umsatz von 3,71 Mrd. Euro und beschäftigt heute 19.400 Mitarbeiter weltweit.

Zwei Familienunternehmen bündeln ihre Stärken im Bereich Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte

Die von Steelco produzierten Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte sind hauptsächlich für den Einsatz in Kliniken und in der Pharmaproduktion bestimmt. Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und hat seinen Sitz in Riese Pio X in der norditalienischen Provinz Treviso. Das Unternehmen beschäftigt etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, erzielte 2016 einen Umsatz von 71 Mio. Euro und verzeichnet seit Jahren zweistellige Wachstumsraten. Wie Miele ist Steelco ein Familienunternehmen, dessen Gründer und Gesellschafter aktiv im Unternehmen tätig sind und dies auch weiter bleiben. So behält der Gründer und CEO Ottorino Casonato die operative Leitung vor Ort, verstärkt durch die Mitgründer Fabio Zardini und Ivone Capovilla sowie seine Tochter Nicoletta Casonato. Das Aufsichtsgremium der Steelco Group wird mehrheitlich durch Miele besetzt sein.

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Miele-Vertriebsstrukturen werden durch das Händlernetz von Steelco ergänzt

Welche Potenziale die neue Allianz bietet, zeigt ein Blick auf die strategische Aufstellung beider Unternehmen. So unterhält Miele in seinen Kernmärkten flächendeckende und leistungsfähige eigene Vertriebs- und Servicestrukturen, während Steelco in mehr als 100 Ländern über starke Händlernetze verfügt. Ein weiterer zentraler Aktivposten der Miele-Medizintechnik sind die zahlreichen patentierten Alleinstellungsmerkmale der aktuellen oder in Entwicklung befindlichen Gerätegenerationen. Die Steelco Group wiederum bietet im Bereich Desinfektion und Sterilisation ein noch breiteres und sehr kundenorientiertes Produktportfolio. Außerdem ist Steelco im – für Miele neuen – Spezialsegment der Aufbereitung von Komponenten der Pharma-Produktion sehr erfolgreich vertreten. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

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