Science-4-Life-Venture-Cup

Meta-Heps-Technologie gewinnt den 15. Businessplan-Wettbewerb

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Gewinner des Science-4-Life-Venture-Cups 2013 mit den Schirmherren der Gründerinitiative, dem Hessischen Wirtschaftsminister Florian Rentsch (rechts) und dem deutschen Sanofi-Forschungschef Prof. Dr. Jochen Maas (links).
Die Gewinner des Science-4-Life-Venture-Cups 2013 mit den Schirmherren der Gründerinitiative, dem Hessischen Wirtschaftsminister Florian Rentsch (rechts) und dem deutschen Sanofi-Forschungschef Prof. Dr. Jochen Maas (links). (Bild: OBS/Science-4-Life e.V.)

Dass neue Medikamente häufig die Leber schädigen, ist für jede dritte Marktrücknahme verantwortlich. Die Meta-Heps-Technologie ermöglicht es nun, aus einer kleinen Blutprobe patienteneigene Zellen zu gewinnen, die eine Vorhersage über die gefürchtete Lebertoxizität erlauben. Ein Forscher-Team hat mit dieser Idee den Businessplan-Wettbewerb Science-4-Life-Venture-Cup gewonnen.

Die Schirmherren der Gründerinitiative Science-4-Life e. V., der Hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch und der deutsche Sanofi-Forschungschef Prof. Dr. Jochen Maas, haben am Montagabend in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Frankfurt die zehn besten Gründerteams für ihre herausragenden Geschäftsideen gewürdigt.

Medikamentenverursachte Leberschäden verhindern

Der erste Preis für Meta-Heps ist mit 25.000 Euro dotiert. „Unsere Technologie schützt Patienten vor medikamentenverursachten Leberschäden. Zudem ermöglicht sie die Wiederaufnahme von Medikamenten, die wegen Lebertoxizität zurückgerufen werden. Pharmafirmen erhalten hierdurch mehr Sicherheit für ihre Investitionen. Science-4-Life stellt eine Wertschöpfung für unsere weiteren Entwicklungsüberlegungen dar, was uns sehr begeistert“, erklärt Dr. med. Andreas Benesic vom Gewinnerteam.

In diesem Jahr unterstützte die Gründerinitiative Science-4-Life, die in Form einer Public-private-Partnership vom Land Hessen und dem Gesundheitsunternehmen Sanofi getragen wird, zum 15. Mal Unternehmensgründer in den Bereichen Life Sciences und Chemie. Der Fokus liegt auf der Beratung und Unterstützung von Gründern, beginnend mit der innovativen Idee über ein tragfähiges Geschäftskonzept bis hin zum überzeugenden Businessplan. Wie sehr sich dieses Angebot etabliert hat, zeigt die Zahl von mehr als 360 Teilnehmern, die in diesem Jahr insgesamt 118 Geschäftsideen einreichten. Die meisten dieser Geschäftsideen kommen aktuell aus den Bereichen Medizintechnik, Pharma, Diagnostik, Biotechnologie und erneuerbare Energien.

Für eine transparente, einfache und faire Nutzenbewertung

Wirtschaftsminister Rentsch zeigt sich hoch erfreut über die vielen innovativen Ideen rund um das Thema Gesundheit und spricht sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für medizinische Innovationen aus: „Es kommt jetzt darauf an, die Ideen in marktfähige Produkte umzusetzen. Mit Science-4-Life unterstützen wir die Gründer dabei, denn wir brauchen die Entwicklung neuer Medikamente, Diagnostikverfahren und medizintechnischer Produkte zum Wohle und Nutzen der Patienten. Und wir müssen diese dann den Patienten auch über die gesetzlichen Krankenkassen zugänglich machen“, lautet die Forderung des Wirtschaftsministers. „Ich trete deshalb nachdrücklich für die Verbesserung von Rahmenbedingungen ein, die medizinische Innovationen auch künftig ermöglichen. So muss die grundsätzlich richtige Nutzenbewertung künftig transparenter, einfacher und fairer werden. Innovative Arzneimittelentwicklungen müssen wieder bessere Marktzugangschancen zu angemessenen Preisen erhalten“, so der Minister weiter.

Welche Ideen wurden noch ausgezeichnet?

Den zweiten Platz des Wettbewerbs hat das Team der Vira-Therapeutics GmbH gewonnen, die eine virale Therapie gegen verschiedene Krebserkrankungen entwickelt. Das Virus ist nicht krankheitsverursachend, zerstört aber gezielt Krebsgewebe. Auf den dritten Rang kommen die Gründer der Immun-Oligo GmbH, die einen Wirkstoff entwickeln, der Tumorzellen im Körper in einen Impfstoff verwandelt. Fortschrittlich ist auch die Idee der Alveostics Knochensonde, mit der Ärzte bereits vor und auch während des Setzens von Implantaten, beispielsweise in der Zahnmedizin, die Knochendichte überprüfen können. Patienten profitieren von weniger Behandlungen und niedrigeren Kosten.

Das Team Cellastix, Entwickler eines Gerätes, das schnelle kostengünstige Untersuchungen von Zellgewebe ermöglicht und gezielte Rückschlüsse auf Krankheiten sowie alterungs- oder zellspezifische Prozesse erlaubt, schafft es unter die besten fünf.

Die Videos der besten Gründerteams werden im You-Tube-Kanal der Gründerinitiative veröffentlicht. Der nächste und damit 16. Science-4-Life-Venture-Cup startet am 1. September 2013.

Kontakt:

Geschäftsstelle des Science4Life e.V.

D-65926 Frankfurt

www.science4life.de

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