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Trotec

Manuell bestücken, automatisch beschriften

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Eine automatisierte Laserbeschriftungsanlage, die manuell bestückt wird, hat Trotec für einen Kunden aus der Medizintechnik gebaut. Sie markiert mehrere hundert Edelstahlbehälter pro Tag. Worauf muss man bei der Konzeption solcher Anlagen achten?

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Automatisierte Laseranlage: Sie ist konzipiert für die Laserbeschriftung von Metallkörben und Deckeln aus Edelstahl.
Automatisierte Laseranlage: Sie ist konzipiert für die Laserbeschriftung von Metallkörben und Deckeln aus Edelstahl.
( Bild: Trotec )

Lasergeräte werden heute sowohl zur Markierung von Kunststoffen als auch von Metallprodukten und -teilen eingesetzt. Trotec bietet Lasermarkiersysteme an und entwickelt neben Standard-Laseranlagen auch immer wieder automatisierte Sonderanlagen. So haben die Österreicher auch jüngst für einen Kunden eine Lasermarkieranlage zur Beschriftung von Edelstahlbehältern gebaut. Wie ging das vonstatten?

Eindeutig rückverfolgbar

In dem Kundenprojekt geht es konkret um die Laserbeschriftung von Metallkörben und Deckeln aus Edelstahl. Hierbei muss einerseits die vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht erfüllt werden, andererseits dient die Kennzeichnung der eindeutigen Rückverfolgbarkeit und dem Branding der Teile. So sind Logo, Firmenname, Typenbezeichnung, Seriennummer, Produktionsdatum und Datamatrix-Code auf die Teile zu markieren. Die Kennzeichnung der Metallkörbe muss an der Stirnseite erfolgen, während die Deckel ebenfalls von der Stirnseite, aber auch von oben beschriftet werden müssen. Die Metallkörbe, -behälter und Deckel sind in verschiedenen Längen und Höhen ausgeführt, die Breite ist immer gleich. Daher sollen die Metallkörbe und Deckel in der Laserbeschriftungsanlage so ausgerichtet werden, dass bei unterschiedlich langen Körben und Deckeln die Beschriftungsebene immer identisch ist.

Bestückt wird manuell

Nachdem täglich mehrere hundert Stücke bei einer vorgegebenen Taktzeit von zirka 15 Sekunden zu beschriften sind, ist von Beginn an klar, dass eine automatisierte Laseranlage notwendig ist (Bild 1). Die Bestückung muss aber dennoch manuell erfolgen, da die Variantenvielfalt, die getrennten Beschriftungsdurchläufe von Behältern und Deckeln sowie ein Typenwechsel nach kleinen Losgrößen gegen eine vollautomatisierte Zuführung sprechen.

Als Transportsystem wird ein Kettenförderer aufgebaut, der im Taktbetrieb läuft und wie die gesamte Anlage per SPS gesteuert wird. Auf den Ketten sind Aufnahmeelemente befestigt, die wahlweise entweder mit Behältern oder mit Deckeln bestückt werden können. Sie sind aus Kunststoff gefertigt, damit die Oberflächen der Behälter und Deckel nicht beschädigt werden. Zum Beschriften werden die Behälter und Deckel durch eine zusätzliche Bewegung gegen einen Anschlag positioniert. Dies schafft eine feste Bezugsgröße für die Beschriftung. Die Positionierung erfolgt automatisch und kann als Parameter in den Beschriftungsprogrammen angelegt werden.

Die Software ist flexibel

Je Loseinheit wird das Beschriftungsprogramm mit vordefinierten Beschriftungsinhalten über einen Barcode auf dem Warenbegleitschein aufgerufen. Je nach Kundenwunsch können fixe Beschriftungsprogramme festgelegt werden, oder es kann eine variable Beschriftung mit Softwareanbindung an das ERP-System des Kunden eingerichtet werden. Die Laserbeschriftungs-Software Speed-Mark von Trotec ist in diesem Punkt flexibel gestaltet.

Sollte im Ausnahmefall ein Sonderteil beschriftet werden, kann in der Software rasch und einfach eine individuelle Beschriftung erstellt werden. Die Bedienung im Hand- und Automatikbetrieb erfolgt über ein Touch-Be-dienpanel, wobei im Handbetrieb Einzelbewegungen angewählt und ausgeführt werden können.

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