Evonik

Kunststoff-Filamente für Implantate aus dem 3D-Drucker

| Redakteur: Alexander Stark

Evonik hat als weltweit erstes Unternehmen ein Kunststoff-Filament auf Basis von PEEK (Polyetheretherketon) in Implantatqualität zum Einsatz im 3D-Druck entwickelt.
Evonik hat als weltweit erstes Unternehmen ein Kunststoff-Filament auf Basis von PEEK (Polyetheretherketon) in Implantatqualität zum Einsatz im 3D-Druck entwickelt. (Bild: Evonik)

Evonik hat als weltweit erstes Unternehmen ein Kunststoff-Filament auf Basis von PEEK (Polyetheretherketon) in Implantatqualität zum Einsatz im 3D-Druck entwickelt. Das Hochleistungsmaterial kann in der Fused Filament Fabrication (FFF) Technologie eingesetzt werden und soll die additive Fertigung von dreidimensionalen Kunststoffteilen für Humanimplantate ermöglichen.

  • PEEK-Filamente in Implantatqualität für den 3D-Druck
  • Biokampatibles Hochleistungsmaterial
  • Testing-Grade für kosteneffiziente Prozessabstimmung

Das neue PEEK-Filament basiert auf dem hochviskosen Material in Implantatqualität Vestakeep i4 G von Evonik. Das Produkt überzeugt laut Hersteller durch seine Biokompatibilität und Biostabilität, Röntgentransparenz sowie einfache Verarbeitung. Es wird ist seit Jahren in der Medizintechnik etwa für Wirbelsäulenimplantate, in der Sportmedizin oder in der Kiefer- und Gesichtschirurgie eingesetzt.

Das Unternehmen bietet das PEEK-Filament für die FFF-Technologie zusätzlich als günstigeres Testing-Grade an. Die mechanischen Eigenschaften und die Verarbeitung des Testing-Grade sind äquivalent zur Implantatqualität – ohne die für die Medizintechnik zulassungsrelevante Dokumentation. So kann der Druckprozess kostengünstig auf den Hochleistungskunststoff abgestimmt werden. Mit einem Durchmesser von 1.75 mm wird das Filament in Naturfarbe auf 500 g Spulen aufgewickelt, die in üblichen FFF-3D-Druckern für PEEK Materialien direkt eingesetzt werden können.

Buchtipp „Additive Fertigung“ In dem neuen Grundlagenwerk „Additive Fertigung“ erläutern bekannte Experten der ETH Zürich die zahlreichen Möglichkeiten der industriellen Entwicklung und Konstruktion additiv gefertigter Serien- und Endkundenteile. Neben erfolgreichen Produktbeispielen aus der Industrie werden neue Methoden und Vorgehensweisen vorgestellt, die dem Leser als praxisnaher Leitfaden dienen. „Additive Fertigung“ kann hier versandkostenfrei oder als E-Book bestellt werden.

Dem „Testing-Grade“ wird im ersten Quartal 2019 ein Implant-Grade aus Vestakeep i4 G folgen, für welches umfangreiche zulassungsrelevante Unterlagen bereitgestellt werden können, teilte der Anbieter mit.

Mit der Entwicklung des weltweit ersten PEEK-Filaments erweitert Evonik die bestehende Produktpalette an Kunststoffmaterialien für den 3D-Druck. Die Polyamid 12-Pulvern (PA 12) kommen seit über 20 Jahren in additiven Fertigungstechnologien zum Einsatz kommen. Neben dem PEEK-Filament und den PA 12-Pulvern gehören ebenfalls flexible PEBA-Pulver zum Materialportfolio.

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