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Proto Labs

Kleinserien in kürzester Zeit herstellen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

In der Medizintechnik gibt es eine Vielzahl von guten Ideen für neue Produkte. Die müssen mit echten Materialien umgesetzt und ausgiebig getestet werden. Bisher war dies ein teures und langwieriges Verfahren, das viele gute Ideen unter Verschluss hielt. Mit den Services von Proto Labs lässt sich die Zeit bis zu einsatzfähigen Produkten drastisch verkürzen

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Kleine Stückzahlen: Mit den Services „Firstcut“ und „Protomold" kann Proto Labs schnell und kostengünstig medizintechnische Kleinteile herstellen
Kleine Stückzahlen: Mit den Services „Firstcut“ und „Protomold" kann Proto Labs schnell und kostengünstig medizintechnische Kleinteile herstellen
(Bild: Proto Labs)

Larry Lukis war bis 1997 verantwortlich für die Entwicklung von neuen Produkten bei einem großen amerikanischen Druckerhersteller. Die 3D-Konstruktion erlaubte eine schnelle Erstellung von Modellen und Baugruppen. Aber immer wenn es an die Realisierung ging, wurde es langsam und kostspielig. Herkömmliche Prototypen und Kleinserien aus Ersatzmaterial waren unbrauchbar, da sie nicht wie die Originalteile belastbar waren.

Dieser unbefriedigende Zustand ließ Larry Lukis keine Ruhe: „Ich war es gewohnt, dass man einfach auf „Drucken“ klickt, sobald eine Seite auf dem Computer fertiggestellt wurde, und das Endprodukt lag vor. So wünschte ich mir das auch für meine Modelle. Wochenlanges Warten und zehntausende Dollar für ein Spritzgussteil? Das kann doch nicht sein?“

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Heute ist Larry Lukis CTO von Proto Labs und hat mit seinen Services „Protomold“ und „Firstcut“ eine bahnbrechende Lösung für alle Entwicklungsingenieure gefunden, die tatsächlich so schnell und einfach funktioniert, wie er sich das von Beginn an vorgestellt hat (Bild 1).

Vollwertige Teile auf Knopfdruck

„Wir haben den Fertigungsprozess von Spritzgusswerkzeugen automatisiert“, erklärt Thomas Langensiepen, Coun-try Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz, den Bereich „Protomold“. Der Interessent lädt seine Modelldaten auf eine Internetplattform und gibt seine Wünsche bezüglich Material und Menge an. Sofort analysiert ein patentierter Rechenlogarithmus das Modell auf Machbarkeit. Spätestens nach einem Tag hat der Interessent mit „ProtoQuote“ ein interaktives Angebot vorliegen, inklusive der dazugehörigen Machbarkeitsanalyse. Er kann sein Teil dreidimensional betrachten und erhält konkrete Vorschläge zur schnellen Realisierung, die farbig markiert sind.

Bis dahin sind noch keinerlei Kosten entstanden und der Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Veränderungen bezüglich Material oder Stückzahl werden in Echtzeit berechnet. Sobald alles auf „Grün“ steht, kann der Entwickler seine Teile in Auftrag geben. „Je nach Expressstufe liegt das Ergebnis nach einem bis 15 Tagen vor – und das zu einem Preis, der nur einen Bruchteil der klassischen Methode beträgt“, so Langensiepen weiter.

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