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Additive Fertigung
Kleinserien-Medizintechnik neu gedacht

Ein Gastbeitrag von Radhika Dhuru* 4 min Lesedauer

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Für viele Medizintechnik-Teams besteht bei der Entwicklung patientenfreundlicher Produkte in geringen Stückzahlen die eigentliche Herausforderung nicht im Designkonzept selbst, sondern in den Fertigungsbeschränkungen: eingeschränkte Optionen, hohe Kosten und wenig Spielraum zur Produktverfeinerung. Ein aktuelles Projekt für ein Elektroenzephalographie-Headset (EEG-Headset) zeigt, wie ein designgeführter Ansatz in Kombination mit additiver Fertigung diese Herausforderung bewältigen kann – und was andere Medizintechnik-Unternehmen daraus lernen können.

Das EEG-Headset-Projekt zeigt, wie sorgfältige Designentscheidungen, strikte Qualitätsprüfungen und der richtige Produktionspartner für additive Fertigung eine Idee auf dem Papier zu einem klinikreifen Produkt entwickeln können.(Bild:  Materialise)
Das EEG-Headset-Projekt zeigt, wie sorgfältige Designentscheidungen, strikte Qualitätsprüfungen und der richtige Produktionspartner für additive Fertigung eine Idee auf dem Papier zu einem klinikreifen Produkt entwickeln können.
(Bild: Materialise)

Medizinische Geräte beginnen ihr Leben typischerweise als Forschungsprototypen, die Funktion über Form stellen. Während diese frühen Versionen die technische Machbarkeit beweisen, leiden sie oft unter schlechter Ergonomie, zu hohem Gewicht und geringem Benutzerkomfort. Der Übergang vom Labor in die klinische Umgebung erfordert daher ein vollständiges Überdenken der Designprioritäten unter Einbeziehung von Benutzerfreundlichkeit, regulatorischer Konformität und Fertigungspraktikabilität.

Dies war die Situation, mit der Mindsailors, ein polnisches Design- und Ingenieurstudio, konfrontiert war, als es gebeten wurde, ein EEG-Headset zu überarbeiten. Die Aufgabe: ein Gehäuse zu schaffen, das komfortabel, langlebig, konform mit Patientensicherheitsstandards und für kleine Produktionsläufe machbar wäre.