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Die Innovationsbewertung im Beschaffungsprozess stellte Ulrike Hoffmann, Bereichsleiterin Strategischer Einkauf bei den Sana Kliniken, in den Mittelpunkt. Sie stellt fest, dass sich Krankenhauseinkäufer immer öfter zu starken Einkaufsverbünden zusammenschließen. Diesen müssen MedTech-Unternehmen nachweisen, dass neue Verfahren neben medizinischen auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Ihre Überzeugung: „Durch eine sehr gute Versorgung der Routine schaffen wir Freiraum für Innovation.“
Die Positionierung von Innovationen in einem Krankenhauskonzern schilderte Dr. Ulrich Knopp, Stellvertretender Kaufmännischer Leiter der Schön Klinik in Hamburg Eilbek. Die vier wichtigsten Faktoren bei der Bewertung von Innovationen sind aus seiner Sicht: den Patientennutzen steigern, die Qualitätsführerschaft erlangen, selektives Wachstum und Stärkung der Marktposition sowie die Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Knopp: „Wenn mindestens eines der Kriterien erfüllt ist, ergibt sich ein Mehrnutzen für die Klinik. Dies müssen Unternehmen der Klinik frühzeitig verdeutlichen.“
Moderiert wurde die BVMed-Konferenz von der Hamburger Medizinjournalistin Renate Harrington.
BVMed-Umfrage: Licht und Schatten beim MedTech-Innovationsklima
Passend zum Thema hat der BVMed am 7. Mai die Ergebnisse seiner aktuellen Umfrage veröffentlicht. Demnach verfügt Deutschland in der Medizintechnik über gut ausgebildete Wissenschaftler und Ingenieure und ein hohes Versorgungsniveau der Patienten. Das Innovationsklima wird aber durch bürokratische Prozesse, innovationsfeindlich eingestellte Krankenkassen und niedrige Erstattungspreise zunehmend gefährdet, so das Ergebnis einer Online-Befragung, an der sich 77 forschende MedTech-Unternehmen des BVMed beteiligt haben. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten die Unternehmen das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland mit 6,2.
BVMed - Bundesverband Medizintechnologie
D-10117 Berlin
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