France

Wundversorgung Kaltes Plasma heilt chronische Wunden

Quelle: Pressemitteilung

Chronische Wunden lassen sich langfristig kaum heilen. Kaltes Plasma soll Abhilfe schaffen. Das Start-up Coldplasmatech hat in nur 18 Monaten ein fertiges Produkt auf den Markt gebracht und dafür die Medizinproduktezulassung bekommen.

Während der Behandlung wird zwischen der Wunde und der Unterseite des CPT Patches ein physikalisches Plasma in Form einer Glimmhaut erzeugt.
Während der Behandlung wird zwischen der Wunde und der Unterseite des CPT Patches ein physikalisches Plasma in Form einer Glimmhaut erzeugt.
(Bild: Coldplasmatech)

Bisher ließen sich chronische Wunden, z. B. die offener Beine, oder großflächige Verbrennungen langfristig kaum heilen. Mit der Active-Glow-Technologie soll sich das ändern. Bei dem Produkt von Coldplasmatech handelt es sich um ein Gerät, bestehend aus der Behandlungseinheit, dem so genannten CPT Cube, und der CPT Patch Wundauflage. Die sterile Wundauflage besitzt einen atraumatischen, selbstklebenden Rand und ist für den einmaligen Gebrauch.

Elektrischer Strom verwandelt Stickstoff und Sauerstoff unter der Wundauflage zu Plasmagas. Damit verbunden ist die Erzeugung von elektrischen Wechselfeldern, Licht im UV- und Infrarot-Bereich, die Bildung von Ionen sowie eine leichte Erhöhung der Temperatur. Die Komponenten wirken sowohl auf der abgedeckten Fläche, als auch in Poren und Hautvertiefungen. So werden Bakterien abgetötet, aber zugleich die Zellen intakt gehalten – die Wunden können heilen.

Ein Start-up mit einem großen Ziel

Dr. Carsten Mahrenholz und Tobias Güra haben 2015 Coldplasmatech in Greifswald gegründet. Schon damals hatten die beiden Gründer ein großes Ziel: „Wir haben ein Produkt, das chronische Wunden tatsächlich heilen kann“, sagte der promovierte Biologe und erfahrene Berater für Wissenschaft und Wirtschaft Mahrenholz. Der Ursprung des Unternehmens ist eine Ausgründung des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald. Zusammen mit seinen elf Mitarbeitern hat Coldplasmatech in nur 18 Monaten ein Medizintechnik-Produkt entwickelt, mit dem sich komplizierte Wunden mithilfe von kaltem Plasma heilen lassen.

Investoren, die den Patienten in den Mittelpunkt stellen

Dass eine solche Innovation Investoren braucht, ist klar. Laut Mahrenholz ist es zwar weniger ein Problem, Investoren zu gewinnen, doch er und sein Partner Güra konzentrierten sich auf Investoren, die den Patienten in den Mittelpunkt stellen. „Viele Investoren sind an Profiten und an der Nachfrage nach ständiger Wundversorgung interessiert. Wundversorger kaufen Technologien, die langfristig heilen, vom Markt weg“, sagt Mahrenholz. Das Gründerteam entschied sich jedoch für den steinigeren Weg und suchte private Investoren und Business Angels.

Vom ersten Gesellschaftervertrag bis heute begleitet sie dabei Steuerberater und Rechtsanwalt Dirk Wellner von Ecovis in Greifswald. Er steht dem jungen Unternehmen bei Schwierigkeiten zur Seite und kennt die Fragen von Start-ups. Das schätzt das Coldplasmatech-Team sehr und will mit dieser Unterstützung auch in Zukunft die Entwicklung neuer Technologien zur Heilung chronischer Wunden vorantreiben.

Weitere Artikel über OEM-Komponenten und Werkstoffe finden Sie in unserem Themenkanal Konstruktion.

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