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Infusionsbeutel im Sekundentakt

| Autor/ Redakteur: Kathrin Schäfer / Kathrin Schäfer

In Krankenhäusern und Arztpraxen sind sie auf der ganzen Welt anzutreffen: Infusionsbeutel. Je nach Anbieter und Verwendungszweck bestehen sie aus Kunststoffen wie Polypropylen, EVA oder PVC – und werden oft aus einem Mehrschichtfoliensystem gefertigt. Worauf kommt es bei der Herstellung und Befüllung der Beutel an?

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Zu sehen ist die Thermokontakt-Form-Fill-Seal-Anlage KFFS 122 zur Produktion von Infusionsbeuteln.
Zu sehen ist die Thermokontakt-Form-Fill-Seal-Anlage KFFS 122 zur Produktion von Infusionsbeuteln.
( Bild: www.schatzl.at / Kiefel )

In der medizinischen Versorgung haben sich Infusionsbeutel etabliert. Und nicht nur das: Infusionsbeutel erfreuen sich bei Ärzten und Pflegepersonal großer Beliebtheit. Das hat seine Gründe: Das Handling ist einfach, Infusionsbeutel kollabieren bei der Entleerung vollständig, die Tropfenkammer kann nicht leerlaufen und eine Belüftung ist nicht notwendig. Folglich ist auch eine Druckinfusion rasch realisiert.

6.000 Infusionsbeutel pro Stunde konfektionieren und befüllen

Doch worauf muss man bei der Herstellung und Befüllung der Beutel achten? Bis zu 6.000 Infusionsbeutel pro Stunde konfektionieren und befüllen die Maschinen der Serie KFFS von Kiefel. Hierbei stellen das Schweißen der Infusionsbeutel aus einer Schlauchfolie, das Befüllen und das Versiegeln hohe Ansprüche an Genauigkeit, Reproduzierbarkeit und Schnelligkeit.

Die Produktion des Beutels sowie die Befüllung und Versiegelung erfolgen bei der KFFS-Linie auf einer Maschine mit verschiedenen Stationen. In einem ersten Schritt entsteht durch Thermokontaktschweißen aus einem Endlosschlauch aus mehr- oder einschichtigem Kunststoff der Infusionsbeutel. Dabei wird die Folie bis an ihren Schmelzpunkt erhitzt. Danach wird sie konturgenau verpresst. Der Gestaltung der Naht sind nahezu keine Grenzen gesetzt – gleichgültig ob es sich um Mehrkammerbeutel oder Einkammerbeutel handelt. Dieses Verfahren kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um die automatisierte Herstellung hochdichter Behältnisse für Flüssigkeiten oder Gase geht.

Die genauen Produktionsparameter und die Konfektionierung stimmt Kiefel in der Regel mit jedem Kunden ab. So entstehen Infusionsbeutel mit Infusions- oder Injektions-Port, Überleitkanülen, Mehrkammerbeutel, mit Stickstoff gespült oder vakuumiert. Kennzeichnung und bedrucken des fertigen Produkts gehören sind Teil des Angebots.

Im Inneren des Beutels muss alles stimmen – immer

Beutel, Ports und Peripherie schweißt die Maschine in einer Anlage. Ein Nadeltransportsystem spannt die Folie während des gesamten Vorgangs, so dass Schweißqualität und Produktionsgeschwindigkeit stimmen. Im Anschluss an den Schweißprozess separiert die Maschine die einzelnen Beutel und fördert sie in die Befüllstation. Realisierbar sind Beutelgrößen zwischen 40 und 6.000 ml.

Vollständig automatisiert befüllt die Anlage die Infusionsbeutel in Sekunden. Hochgenaue Massendurchflussmesser, Füllhöhenkontrolle, Messung des Restsauerstoffgehalts und der automatische Verschluss der Infusionsbeutel sorgen für kurze Herstellungszeiten bei ständiger Qualitätsüberwachung.

Die gesamte Anlage lässt sich mit Cleaning in Place (CIP) und Sterilisation in Place (SIP) ausstatten. Neben den vollautomatischen, integrierten Schweiß- und Füllstationen bietet Kiefel auch autark arbeitende Befüll- oder Schweißanlagen an. Die Vorteile der integrierten Lösung: kompaktes Design, genaue Beutelkonfektionierung mittels thermokontakt-schweißen sowie hochpräzise Abfülltechnik.

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