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Qualitätssicherung

Implantate messen

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Welche im Einzelfall die richtigen sind, hängt von der Fertigung und von den Eigenschaften der Produkte und

Funktionsflächen ab. Erfahrene Messtechniker empfehlen, zur eindeutigen Definition einer Oberfläche drei bis sechs voneinander unabhängige Parameter zu bestimmen, die individuell aus über 50 messbaren Parametern auszuwählen sind.

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Die Kenngröße Ra wird oft zur Steuerung von Schleifprozessen und zur Überprüfung von optischen Eigenschaften angewendet. Aber alleine kann der Parameter Ra meist nicht die Qualität der Produkte steuern. Gerade sogenannte Ausreißer können mit diesem Parameter nicht bestimmt werden, da der Parameter alle verfügbaren Punkte zur Auswertung heranzieht und Ausreißer hier über die Mittelwertbildung eliminiert werden.

Der alleinige Parameter Ra wiegt die Qualitätssicherung oft nur in trügerischer Sicherheit. Erst die sinnvolle Definition von zusätzlichen Parametern hilft, die Qualität der Produkte zu sichern und Kosten in der Fertigung zu sparen. So lässt sich die Anzahl von Reklamationen und Missverständnissen zwischen Abnehmern und Zulieferern reduzieren.

Nicht an der Technik sparen

Dafür ist je nach Messaufgabe zu prüfen, welches Messgerät mit welcher Messstrategie am geeignetsten ist. Günstigere Messmethoden arbeiten mit größeren Messunsicherheiten und bewirken, dass die nutzbaren Toleranzen für die Fertigung der Produkte kleiner werden. Dieses wiederum zieht höhere Kosten für die Fertigung nach. Erfolgreiche Unternehmen sparen daher nicht an der Messtechnik, sondern profitieren von weniger Reklamationen und damit vom Prestigegewinn für das gesamte Unternehmen am Markt.

* Torsten Bahnsen, Produkt Manager Oberflächenmesstechnik, Mahr GmbH, D-37073 Göttingen, www.mahr.de

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