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Fräsen Hermle erweitert Produktspektrum mit kleinem Bearbeitungszentrum

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Auf seiner traditionellen Hausausstellung in Gosheim hat Hermle das kompakte Bearbeitungszentrum C 12 vorgestellt. Damit hat man die Medizintechnik, die optische Industrie sowie den Werkzeug- und Formenbau im Visier.

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„Wir wollen im ersten Jahr rund 50 Maschinen vom neuen Bearbeitungszentrum C 12 verkaufen”, sagte Franz-Xaver Bernhard, Vorstand Vertrieb, Forschung und Entwicklung der Hermle AG.
„Wir wollen im ersten Jahr rund 50 Maschinen vom neuen Bearbeitungszentrum C 12 verkaufen”, sagte Franz-Xaver Bernhard, Vorstand Vertrieb, Forschung und Entwicklung der Hermle AG.
(Bild: Kroh)

Mit dem Bearbeitungszentrum C 12 erweitert Hermle sein Produktspektrum nach unten. Die kompakte Maschine wurde erstmals auf der traditionellen Hausausstellung, zu der an vier Tagen nahezu 2.600 Besuchern kamen, der Öffentlichkeit vorgestellt. „Wir wollen mit der C 12 weiter in die Medizintechnik vordringen, aber auch die optische Industrie sowie den Werkzeug- und Formenbau ansprechen”, erklärte Franz-Xaver Bernhard, Vorstand Vertrieb, Forschung und Entwicklung der Hermle AG.

Für kubische Bauteile bis zu einem Gewicht von 100 kg

Den Kunden-Anforderungen nach immer weniger Aufstellfläche will Hermle mit dem neuen Fünf-Achsen-Bearbeitungszentrum Rechnung tragen. Ausgelegt ist es für die Bearbeitung kubischer Bauteile bis zu einem Gewicht von 100 kg. Die Verfahrwege betragen 350, 440 und 330 mm in X-, Y- und Z-Richtung bei Eilgängen von 30 m/min und Beschleunigungen von 4 m/s2. In der zusätzlich angebotenen Dynamik-Version bietet die Maschine eine Eilganggeschwindigkeit von 50 m/min bei 8 m/s2 Beschleunigung. Zudem werden in dieser Ausführung die Drehzahlwerte der A-Achse von 25 auf 55 min-1 und die der C-Achse von 40 auf 80 min-1 erhöht.

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Eine Besonderheit der C 12 ist das in das Maschinenbett integrierte doppelstöckige Werkzeugmagazin. Es fasst 71 Werkzeuge und benötigt laut Hermle nicht mehr Stellfläche als das Standardringmagazin mit 36 Werkzeugen. Dies wurde durch zwei Ringe, die übereinander im Maschinenbett positioniert sind, erreicht. Ein kleines Handlingsystem wechselt die Werkzeuge zwischen den Ringen, so dass immer das als nächstes zum Einsatz kommende Werkzeug schon vorbereitet ist. „Im ersten Jahr wollen wir rund 50 Stück der neuen Maschine verkaufen, mit Luft nach oben für die folgenden Jahre”, so Bernhard. Dabei erwartet er, dass der größere Anteil auf die Dynamik-Version entfällt.

Neue Produktions- und Montagehalle soll im November bezugsfertig sein

Im April hat Hermle mit dem Bau einer neuen Produktions- und Montagehalle am Standort Gosheim begonnen, die im November 2014 bezugsfertig sein soll. Dort werden zukünftig auf einer Fläche von über 2000 m2 die Großbearbeitungszentren C 50 und C 60 montiert. Ebenso zieht die Automationstochter, die Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH, von Tuttlingen nach Gosheim und wird in der Produktions- und Montagehalle alle Automationslösungen produzieren. Auch Büros und Sozialräume mit über 1.700 m2 Nutzfläche sollen in einem zweiten Hallenabschnitt adaptiert werden.

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