DMG Mori

Generative Fertigung in Fertigteilqualität

| Redakteur: Peter Reinhardt

Bei dem Verfahren wird ein Auftragsprozess mittels Metallpulverdüse umgesetzt, der bis 20 mal schneller ist als das Generieren im Pulverbett.
Bei dem Verfahren wird ein Auftragsprozess mittels Metallpulverdüse umgesetzt, der bis 20 mal schneller ist als das Generieren im Pulverbett. (Bild: DMG Mori)

Ergänzend zur Sonderschau Metal meets Medical zeigt DMG Mori auf der benachbarten Ausstellungsfläche der Rapid Area mit der „Lasertec 65 Additive Manufacturing“ eine bisher einzigartige Hybrid-Maschine. Diese integriert das generative Laserauftragsschweißen in eine vollwertige 5-Achs-Fräsmaschine.

In Zeiten immer kürzer werdender Produktlebenszyklen und zunehmend komplexer und individualisierter Bauteile können generative Verfahren Unternehmen helfen, neue Produkte schneller zu fertigen. Denn generative Fertigungsverfahren ermöglichen die Herstellung komplexer Geometrien und Werkstücke. Die laut Anbieter einmalige Technologiekombination von Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse und Fräsen ermöglicht Anwendern völlig neue Applikations- und Geometriemöglichkeiten. Bei dem Verfahren wird ein Auftragsprozess mittels Metallpulverdüse umgesetzt, der bis zu 20 mal schneller ist als das Generieren im Pulverbett.

Im Wechsel Auftragsschweißen und Fräsen

Für die generative Fertigung ist die „Lasertec 65 Additive Manufacturing“ mit einem 2-kW-Diodenlaser zum Laserauftragsschweißen ausgerüstet. Die zur Integration ausgewählte vollwertige 5-Achs-Fräsmaschine von Deckel Maho in stabiler Mono-Block-Bauweise ermöglicht Anwendern aber auch hochpräzise Fräsoperationen. „Die Hybridmaschine eignet sich aufgrund des vollautomatischen Wechsels zwischen Fräs- und Laserbetrieb für die Komplettbearbeitung komplexer Bauteile mit Hinterschnitt, aber auch für Reparaturarbeiten sowie das Aufbringen von partiellen oder kompletten Beschichtungen für Medizintechnik, Formenbau und Maschinenbau“, erläutert Friedemann Lell, Vertriebsleiter Sauer Lasertec, Pfronten.

Der Laser wird samt Pulverauftragskopf in die HSK Werkzeugaufnahme der Frässpindel eingewechselt. Er kann automatisch in einer gesicherten Dockingstation geparkt werden, solange die Fräsoperationen auf der Maschine ausgeführt werden. Die Steuerung für den Laserprozess ist in einem separaten Schaltschrank untergebracht, was die Integration dieses Systems in andere Maschinen von DMG Mori erleichtert.

Große Bauteile generativ fertigen

Bauteile können in mehreren Stufen aufgebaut werden. Dabei kann zwischen dem Auftragsschweißen gefräst werden, um Stellen auf Endgenauigkeit zu bearbeiten, die beim fertigen Bauteil aufgrund der Bauteilgeometrie vom Fräser nicht mehr erreicht werden können. Fazit: Die Hybrid-Maschine kombiniert die Vorteile des Fräsens, wie hohe Präzision und Oberflächengüte mit der Flexibilität und der hohen Aufbaurate des Pulver-Auftragschweißens. „Bei Integralbauteilen, wo heute mittels Fräsbearbeitung bis 95 Prozent Material zerspant wird, wird mit additiven Verfahren nur dort Material aufgebaut wo es benötigt wird. Das führt zu signifikanten Rohmaterial- und Kosteneinsparungen“, erklärt Lell. Die Kombination von spanenden und additiven Verfahren dürfte schnell an Bedeutung gewinnen, denn sie eröffnet Anwendern viele neue Möglichkeiten und Vorteile.

Highlights der „Lasertec 65 Additive Manufacturing“

  • Einzigartige Kombination aus Laserauftragen und Fräsen ermöglicht höchste Oberflächengüten und Bauteilpräzision
  • Laserauftragsschweißen mit Pulverdüse ist 20 mal schneller als das Pulverbett-Verfahren
  • Machbarkeit von kompletten Bauteilen
  • 3D-Geometrien sind auch mit Hinterschneidungen realisierbar
  • Reparaturarbeiten im Werkzeug- und Fomenbau
  • Aufbringen von Verschleißschichten
  • Komplettbearbeitung mit vollautomatischem Wechsel zwischen Fräs- und Laserbetrieb
  • Großer Arbeitsraum für Werkstücke bis 650 mm Durchmesser, 360 mm Höhe und max. 1.000 kg Gewicht
  • Zugänglichkeit und Ergonomie: 1.430 mm Türöffnung (von vorne)
  • Nur 7,5 m2 Aufstellfläche

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