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OEM im Porträt

Endoprothesen von Depuy Synthes

| Autor/ Redakteur: Peter Reinhardt / Peter Reinhardt

In der Serie „OEM im Porträt“ stellt Devicemed regelmäßig Medizintechnikhersteller vor. Auf den folgenden Seiten wird das Firmenporträt durch Berichte aus der technologischen Wertschöpfungskette zur Herstellung von künstlichem Gelenkersatz ergänzt. Lesen Sie diesmal über Knie-Implantate aus dem globalen Gesundheitskonzern Depuy Synthes.

Firmen zum Thema

Innovative Knietotalprothese: Das Attune vereint besseren Bewegungsablauf mit mehr Bewegungsfreiheit und Stabilität.
Innovative Knietotalprothese: Das Attune vereint besseren Bewegungsablauf mit mehr Bewegungsfreiheit und Stabilität.
( Bild: Depuy Synthes )

Gegründet im Jahr 1895, war Depuy Synthes Joint Reconstruction (Depuy) das erste orthopädische Unternehmen in den Vereinigten Staaten. Heute ist es Teil eines der größten Gesundheitskonzerne der Welt. Depuy Synthes Companies ist ein Teil des Segments Medical Devices & Diagnostics (MD&D) von Johnson & Johnson. Innerhalb des Konzerns wird eine kaum zu übertreffende Vielfalt an Produkten, Dienstleistungen, Programmen sowie Forschungs- und Entwicklungsfähigkeiten geboten. Die sind allesamt konzipiert, die Patientenversorgung zu fördern und dem Gesundheitswesen rund um die Welt klinischen und wirtschaftlichen Wert zu vermitteln.

Führend bei Gelenkersatz

Depuy Synthes Companies führt den 41-Milliarden-Dollar-Markt für Orthopädie und Neurologie mit dem größten und umfangreichsten Portfolio der Branche an. Über acht Geschäftsbereiche werden Produkte und Dienstleistungen hergestellt und auch vertrieben. Der Geschäftsbereich Global Orthopaedics befasst sich unter anderem mit der Rekonstruktion von Gelenken. Mit seinem Portfolio aus Hüft-, Knie- und Schulterprothesen, Operationssaalprodukten sowie Knochenzement und Zubehör ist Depuy Synthes Joint Reconstruction weltweit führend beim Ersatz von Gelenken. Seit der Firmengründung werden immer wieder innovative Ideen in Medizinprodukte verwandelt. Dabei ist der Fokus stets darauf gerichtet, die Mobilität von Patienten wiederherzustellen.

Aktuelle Untersuchungen besagen, dass etwa 10 bis 20 Prozent aller Patienten mit ihrer Knieprothese nicht völlig zufrieden sind. Schon das Hinabsteigen einer Treppe oder das Beugen des Knies stellt für diese Patientengruppe eine Herausforderung dar. Die Forschung zeigt weiterhin, dass 32 Prozent der Patienten nach einer Knieoperation mit Ersatz des Kniegelenks wegen Beschwerden im Knie nicht knien können. Diese Einschränkung der Mobilität ist gleichzusetzen mit einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität der betroffenen Patienten.

Das zu ändern, ist eine der Aufgaben, denen sich Depuy Sythes stellt. So wurde zum Beispiel auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie DKOU 2013 im Oktober in Berlin die jüngste Innovation bei Knietotalprothesen vorgestellt. Das Attune-Kniesystem ist das Ergebnis einer mehr als sechs Jahre umfassenden Forschung mit echter Innovationskraft beim Kniegelenkersatz. Wichtige, bisher unerfüllte Wünsche von Patienten, Ärzten und Leistungsanbietern werden darin umgesetzt. Dabei stehen die Patienten im Vordergrund. Insbesondere soll das Gefühl der Instabilität gemindert werden. Hierfür wurde ein besserer Bewegungsablauf entwickelt.

Anwender sind zufrieden

„Das Attune-Kniesystem ist ein innovativer Schritt nach vorn bei der Knietotalprothese. Patienten, die mit Schmerzen im Knie zu kämpfen haben, profitieren von dieser Entwicklung“, erklärte dazu jüngst Prof. Dr. Carsten Perka vom Centrum für Muskuloske-letale Chirurgie der Charité Berlin-Mitte auf dem Lunchsymposium von Depuy Synthes. „Ärzte können ihren Patienten damit eine neue Lösung anbieten, die optimale Bewegungsfreiheit und Stabilität gewährleistet.“

Mit etwa 19.000 Mitarbeitern ist Depuy Synthes Companies in über 60 Ländern vertreten. Das Unternehmen generiert einen Jahresumsatz von fast 10 Mrd. US-Dollar, betreibt 29 Produktionsstätten und verfügt weltweit über 40 Standorte. Die europäischen Hauptniederlassungen befinden sich in Leeds (GB) und Solothurn (CH).

Zulieferer und Dienstleister für Endoprothesen:

Ergänzendes zum Thema
Zusammenarbeit mit der AO Foundation

Die AO Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die sich zu Exzellenz im chirurgischen Management von Traumata und Erkrankungen des Bewegungsapparates verpflichtet hat. Als medizinisch geführtes globales Netzwerk von orthopädischen Chirurgen zählt sie über 10.000 Chirurgen in 100 Ländern zu ihren Mitgliedern. Diese arbeiten zusammen, um Grundsätze, chirurgische Techniken, Implantate und Instrumente zu entwickeln und zu verbessern. Zudem bietet die AO Foundation Bildungskurse für Chirurgen und „Continuing Medical Education (CME)“-Aktivitäten für die klinische und nichtklinische Forschung sowie den Betrieb eines Überprüfungs- und Validierungssystems für Produkte an.

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