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Teilereinigung

Eine Anlage für alle Lösungsmittel

| Redakteur: Peter Reinhardt

Gebaut nach Maß und Notwendigkeit finden sich Reinigungsanlagen von EVT Eiberger Verfahrenstechnik in unterschiedlichsten Branchen. Schon längst sind sie auch bei der Herstellung von Zahnimplantatträgern, Gelenkimplantaten und Koronarstents im Einatz. Entwickelt für die Präzisionsoptik schickt sich ein variosolventer Alleskönner nun an, weitere Einsatzfelder in der Medizintechnik zu erobern.

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Phasentrennung von Lösemittel, Wasser und Verschmutzungen im Technikum.
Phasentrennung von Lösemittel, Wasser und Verschmutzungen im Technikum.
( Bild: EVT Eiberger Verfahrenstechnik )

Die detaillierten Vorgaben eines weltbekannten Unternehmens der Präzisionsoptik gaben den Ausschlag für die Entwicklung einer sehr speziellen Anlage. Per Dampfspülung soll sie Schutzlacke und Kitte von sehr empfindlichen Gläsern und Linsen entfernen. Bislang wurde dieser Arbeitsschritt per Handreinigung mit erheblichem Verbrauch an Lösungsmitteln durchgeführt. Wunsch des Anwenders war zum einen die Reinigung mittels einer geschlossenen Anlage zu automatisieren, zum anderen sollte in dieser Anlage ein modifizierter Alkohol verwendet werden, der bislang nur in verdünnter Form und offener Anwendung eingesetzt wurde.

Regulierbare Dampftemperatur schützt empfindliche Teile

Dank der EVT-Lösung konnte der Präzisionsoptikhersteller eine Vorreiterstellung in der Branche einnehmen, auf die schon bald eine deutliche Nachfrage aus der optischen Industrie zu verzeichnen war. Die hat inzwischen auch die Medizintechnik erfasst. Der Grund: Die Regulierbarkeit der Dampftemperatur trifft exakt die Erwartungen aller Hersteller temperaturempfindlicher Produkte. Herkömmliche Anlagen erzeugen ihren Lösemitteldampf in einer Destillationseinrichtung. Dieser wird dann in die Arbeitskammer eingeblasen, um die darin befindlichen Teile zu entfetten. Die Dampftemperatur kann dabei nicht feinjustiert werden. Das ist jedoch bei temperaturempfindlichen Werkstücken unbedingt notwendig.

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Der verfahrenstechnische Kniff der neuen EVT-Technologie liegt in der Dampferzeugung, die nicht in der Destille der Anlage erfolgt. Stattdessen werden die Arbeitskammern beheizt. Zum Dampfspülen wird nur eine Mindestmenge sauberen Lösemittels in die Arbeitskammer geleitet und dort unter Vakuum auf die gewünschte Temperatur erhitzt. Mit einer weiteren Absenkung des Kammerdruckes erfolgt die zum Dampfspülen benötigte Lösemitteldampfbildung.

Eine Master-Software für alle Optionen

Zur perfekten und kompletten Behandlung des Reinigungsgutes steht die weite Palette der möglichen Zusatzeinrichtungen, wie Spritzen, Tauchen, Warenbewegung, Ultraschall, Druckumfluten und mehr, zur Verfügung. Eine hauseigene EVT-Master-Software beinhaltet ungeachtet der individuellen Anlagenausstattung bereits alle möglichen Optionen, so dass lediglich das Ein- oder Ausschalten von Zusatzeinrichtungen deren Einsatz ermöglicht.

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