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„Die wichtigsten ,Influencer‘ sind die eigenen Mitarbeiter“

| Redakteur: Julia Engelke

„Die Medtech-Unternehmen sollten bei ihren Kommunikations-Maßnahmen verstärkt die eigenen Mitarbeiter als ,Personal Brands‘ einbeziehen“, so Kommunikationsberater Klaus Eck auf der Vorabendveranstaltung der 15. Medtech-Kommunikationskonferenz von Med-Inform am 3. Juni 2019 in Köln. Med-Inform ist der Informations- und Seminarservice des BV-Med.

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Kommunikationsberater Klaus Eck: „Die Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter ermuntern und befähigen, selbst zu kommunizieren.“
Kommunikationsberater Klaus Eck: „Die Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter ermuntern und befähigen, selbst zu kommunizieren.“
(Bild: BV-Med)
  • Verstärkte Mitarbeitereinbeziehung
  • Kundenbedürfnisse im Blick haben
  • KI und Chatbots schaffen neue Möglichkeiten

„Die wichtigsten Influencer sind die Mitarbeiter“, sagte Klaus Eck. Die eigenen Mitarbeiter seien authentisch und glaubwürdig und die Experten in ihrem jeweiligen Bereich, die auch der Zielgruppe gut zuhören. Deshalb seien sie für die Unternehmenskommunikation geeigneter als Prominente, die kaum Glaubwürdigkeit genießen. „Die Unternehmen müssen deshalb ihre Mitarbeiter ermuntern und befähigen, selbst zu kommunizieren“, so Eck.

Vier Trends im Content Marketing

In seiner Keynote erläuterte der Kommunikationsberater Klaus Eck, wie Bots und Künstliche Intelligenz das Content Marketing der Zukunft beeinflussen. Eck ist Gründer und Geschäftsführer der Content-Marketing-Agentur D. Tales in München. Er beschrieb vier Trends im Content Marketing:

  • Kundenorientierung: Die Unternehmen müssen in ihren Kommunikationsmaßnahmen Kundenbedürfnisse ernst nehmen. Es gebe grundsätzlich wenig Interesse an Unternehmensbotschaften, so dass die Sichtbarkeit von Unternehmen im Internet eher gering sei. Der Grund sei einfach, so Eck: „Menschen bevorzugen andere Menschen.“ Damit sind menschliche Beziehungen entscheidend auch für den Erfolg der Unternehmenskommunikation. Die Inhalte müssen sich auf Kundenbedürfnisse konzentrieren, diese emotional ansprechen und auf Werbeinhalte verzichten. „Die Unternehmen brauchen künftig bessere Inhalte, um langfristig zu überzeugen und den Kaufprozess zu begleiten“, so Eck. Ein gelungenes Content Marketing erfordert auch einen entsprechenden „Shift bei den Marketing-Budgets“ und einen Veränderungsprozess hin zu einer „Content-Marketing-Strategie“.
  • Texte reichen oft nicht mehr aus: Die Kunden „scannen online nur noch“. Nur jeder zehnte Besuch einer Webseite dauert länger als zwei Minuten. Die Unternehmen müssen sich diesem Nutzerverhalten anpassen und auf allen Plattformen verstärkt Videos einsetzen.
  • Personalisierung für die Content-Verbreitung: Die Unternehmen benötigen eine Strategie, wann sie welche Zielgruppen mit welchen Inhalten erreichen können. Dabei sollten sie beachten, dass Testimonials wie Stars bzw. Prominente so gut wie keine Glaubwürdigkeit genießen. Sinnvoller sei es, die eigenen Mitarbeiter als „Personal Brands“ in die Kommunikationsarbeit einzubeziehen. Klaus Eck: „Die wichtigsten Influencer sind die Mitarbeiter!“ Sie seien authentisch und glaubwürdig und die Experten in ihrem jeweiligen Bereich, die auch der Zielgruppe gut zuhören. Die Unternehmen müssen deshalb ihre Mitarbeiter ermuntern und befähigen, selbst zu kommunizieren.
  • Künstliche Intelligenz (KI) und Chatbots schaffen neue Möglichkeiten für das Content Marketing: Der Content kann über KI automatisch individualisiert werden. In Zukunft werde sich die Content-Distribution auf Messenger Bots verlagern. „Der Chat-Bot wird zum Concierge, der uns vor zu viel Content bewahrt“, so Klaus Ecks Blick in die Zukunft. Die Webseiten würden damit künftig an Bedeutung verlieren. „Messenger sind die neuen Browser, Bots die neuen Websites.“

Entsprechend dieser technischen Entwicklungen müssten die Unternehmen ihre Content-Strategie anpassen. „Die Trends lassen sich nutzen, um auf Neues vorbereitet und innovativ zu sein“, so Ecks Botschaft an die Medtech-Unternehmensvertreter. Dazu gehöre es künftig auch, Texte, Videos und Grafiken mit KI-Unterstützung zu erstellen. Eine Unternehmens-Redaktion gewinne damit an Bedeutung. Denn: „Die natürliche Intelligenz bleibt zentral!“

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