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C-Teile-Auswahl: Wenn Raum fehlt und Sicherheit zählt

| Redakteur: Peter Reinhardt

Die Flachdraht-Wellenfedern kommen unter anderem in kleinen Schaltknöpfen und Druckventilen von Diagnose-, OP- und Therapiegeräten sowie in Steckverbindern und Adaptern für die Medizintechnik zum Einsatz.
Die Flachdraht-Wellenfedern kommen unter anderem in kleinen Schaltknöpfen und Druckventilen von Diagnose-, OP- und Therapiegeräten sowie in Steckverbindern und Adaptern für die Medizintechnik zum Einsatz. (Bild: TFC)

Auch C-Teile-Zulieferer erweisen sich immer öfter als wertvolle Partner für die Hersteller medizintechnischer Geräte und chirurgischer Implantate. So finden sich beispielsweise Titan-Sicherungsringe und Edelstahl-Wellenfedern von TFC in Gelenkprothesen wie auch in den Bedienteilen vieler Diagnose-, OP- und Therapiegeräte.

  • Ausgeklügelte Geometrie macht Einbau in enger Umgebung möglich
  • Kleine Durchmesser von 5,0 mm und weniger realisierbar
  • Geeignet für Hüft- und Knieprothesen sowie für Bedienteile von Diagnose-, OP- und Therapiegeräten

Die Qualitätsanforderungen in der Medizintechnik steigen stetig. Aktuell ist es unter anderem die neue Medizinprodukteverordnung der EU, die der Branche verschärfte Regulierungspflichten auferlegt. Neben immer strengeren Qualitäts- und Regulierungsauflagen sind es viele konstruktive Aspekte, die heute die Herstellung medizintechnischer Apparate und chirurgischer Implantate bestimmen. Maßgebend sind hier insbesondere die Kriterien der Biokompatibilität, des Hygienic Design und der Usability sowie die Faktoren Genauigkeit und Miniaturisierung.

Die für die Medizintechnik entwickelten C-Teile von Smalley im Portfolio von TFC sind abgestimmt auf diese Anforderungen. Sie finden derzeit Anwendung in vielen Bereichen der Prothetik, der Implantatefertigung und des medizintechnischen Gerätebaus. Vor allem zwei Produktgruppen sind dabei gefragt: Spirolox-Sicherungsringe und Flachdraht-Wellenfedern.

Sicherungsringe in mehrteiligen Hüftprothesen

Bei den Spirolox-Ringen handelt es sich um gewalzte Edelstahl-, Titan- oder Sonderlegierungsprodukte, die im Gegensatz zu traditionellen Sicherungsringen (DIN 471/472) keine vorstehenden Nasen, Ösen oder Bohrungen aufweisen. Darüber hinaus schließen sie rundum bündig ab und nehmen so den benachbarten Komponenten keinen Platz weg. Deshalb sind sie eine passende Lösung für die Realisierung von Konstruktionen in der Medizintechnik. Sie bewähren sich zum Beispiel in mehrteiligen Hüftprothesen, wo sie für die sichere Verbindung von innerer und äußerer Gelenkschale sorgen.

Die Sicherungsringe sind sowohl als einfache Schnappringe als auch mit Mehrfachwindungen erhältlich. Alle Typen lassen sich mit marktüblichen Schraubendrehern setzen und entfernen. Ab Lager erhältlich sind die Ringe in 6.000 verschiedenen Ausführungen mit Durchmessern von 6,0 bis 400 mm (1/4" bis 16") in Edelstahl 302 und 316. Der entscheidende Faktor für Medizintechnik-Hersteller ist allerdings das Angebot von TFC, jeden Sicherungsring kostengünstig auch kundenspezifisch anzufertigen. Die technologische Basis dafür bildet das No-Tooling-Cost-Verfahren von Smalley, eine innovative Weiterentwicklung der Kantenwindungstechnik. Als Sonderlösung sind damit noch kleinere Sicherungsringe mit Durchmessern von nur 5,0 mm (0,2") wirtschaftlich realisierbar – selbst in kleinen Losgrößen.

Flachdraht-Wellenfedern in Diagnosegeräten

Als zweite branchenrelevante Produktgruppe des Anbieters sind Flachdraht-Wellenfedern auf Anfrage sogar mit Durchmessern von nur noch 4,0 mm verfügbar. Im aktuellen Standardprogramm liegt die untere Durchmesser-Grenze bei 5,0 und das obere Limit bei 400 mm. Das Besondere: Bei gleichem Federweg und gleicher Belastbarkeit beanspruchen sie dank ihrer speziellen Geometrie bis zu 50 Prozent weniger axialen Bauraum als konventionelle Runddrahtfedern.

Aus diesem Vorteil ergeben sich für die Konstrukteure in der Medizintechnik viele einfach umsetzbare Möglichkeiten für axiale und radiale Bauraum-Reduzierungen und die Miniaturisierung der Komponenten. Außerdem tauchen damit viele konstruktiv bedingte Kollisionsprobleme erst gar nicht auf. Alle Funktions- und Bedienelemente, bei denen ein Federweg, eine Vorspannung oder eine Rückstellung benötigt werden, lassen sich dank der Wellenfedern von TFC schlanker und leichter auslegen.

Ergänzendes zum Thema
 
Federn und Ringe: gewalzt statt gestanzt
TFC vertreibt in Deutschland Produkte aus dem Portfolio des US-amerikanischen Herstellers Smalley und gilt als einer der führenden Zulieferer von Sicherungsringen und Wellenfedern aus gewalztem Flachdraht.

Letztlich fördern diese C-Teile auch die Realisierung materialoptimierter Leichtbau-Konstruktionen. Erfolgreiche Beispiele dafür sind etwa kleine Schaltknöpfe und Druckventile an Diagnose-, OP- und Therapiegeräten sowie Steckverbinder und Adapter.

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