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Innovationseinführung bei Medizintechnologien

BVMed-Konferenz thematisiert Rahmenbedingungen für Innovationen

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Forscher sind keine Manager

Beispiele für gelungenes Innovationsmanagement stellte Berater Dr. Lars Langenberg von Pumacy Technologies aus Berlin vor. Er plädierte dafür, in den Innovationsprozess frühzeitig Praktiker einzubeziehen und einen standardisierten Prozess zu hinterlegen. Denn: Forscher sind nicht immer die besten Manager. „Das Thema Innovationen sollte von Anfang an auf mehrere Schultern verteilt werden.“ Für Krankenhäuser seien Innovationsnetzwerke sinnvoll, um Innovationen gemeinsam umzusetzen und davon zu profitieren. Langenbergs Fazit: „Sinnvoll sind interne Wettbewerbe zur besseren Auswahl erfolgsversprechender Ideen, die Einbeziehung weiterer Akteure, die ihre Erfahrungen und Sichtweise frühzeitig einbringen können, und eine effiziente Zusammenarbeit über Kollaborations-Plattformen im Internet, die neue Ertragsmodelle ermöglichen.“

Innovationen gemeinschaftlich gestalten

Innovationsbeispiele aus einem spanischen Krankenhaus stellte Jorge Juan Fernandez Garcia vor. Er ist Director „E-Health & Health 2.0“ im Hospital Sant Joan de Deu in Barcelona, dem größten Kinderkrankenhaus in Spanien. Das Motto lautet „Open Innovation – You can't innovate alone“. Innovationen seien ein Prozess, der nur gemeinsam gestaltet werden könne. Deshalb habe das Krankenhaus die Initiative „Liquid Hospital“ gestartet. In einer Konferenz wurden innovative Ideen aus anderen Bereichen und Industrien gesammelt, die im Krankenhaus umgesetzt werden können. Daraus ist ein Innovationsportal entstanden, in dem Ideen gesammelt, bewertet und diskutiert werden. Das Portal hat offene und geschlossene Bereiche. Ein Innovationsbeispiel ist ein neuartiger Helm, der modern und spielerisch die Maße eines Kinderkopfes vermisst und erfasst – über Kameras und Laser.

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