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Gesund wie gedruckt! So profitiert die moderne Medizin vom 3D-Druck

Quelle: Messe Erfurt 3 min Lesedauer

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Eine Session des Rapid.Tech-3D-Fachforums „Innovationen in AM“ am 15. Mai 2025 widmet sich ganz den neuesten Entwicklungen im Bereich Medizintechnik, so die Messe Erfurt.

Die Messe Rapid.Tech 3D empfielt für den 15. Mai das Forum „Innovationen in AM“ zu besuchen, das sich auf medizinische Anwenungen des 3D-Drucks fokussiert. Zahlreiche Vorträge offenbarten, die beeindruckende Leistungsfähigkeit.(Bild:  3D Systems)
Die Messe Rapid.Tech 3D empfielt für den 15. Mai das Forum „Innovationen in AM“ zu besuchen, das sich auf medizinische Anwenungen des 3D-Drucks fokussiert. Zahlreiche Vorträge offenbarten, die beeindruckende Leistungsfähigkeit.
(Bild: 3D Systems)

Die additive Fertigung ist prädestiniert für medizinische Anwendungen, weil sie in diesem Sektor ihre Vorteile für individuelle Implantate beziehungsweise Kleinserien sehr gut ausspielen kann, heißt es. Und sie gibt damit auch Antworten auf viele medizinische Fragen. Im Rahmen des Forums „Innovationen in AM“ stellen deshalb Experten von Siemens Healthineers, Evonik, 3D Systems und KLS Martin verschiedene aktuelle Anwendungsfälle vor. „Außer den technischen Aspekten zeigen sie auch, wie man regulatorische Herausforderungen meistert“, so Martin Neff, der Vertriebsleiter von Arburgadditive, der als Mitglied des Rapid.Tech-3D-Fachbeirates die inhaltliche Ausrichtung dieser Session verantwortet.

Beeindruckende Geschichten über PEEK-3D-Druck

Die Herangehensweise von Siemens Healthineers beim Einsatz der additiven Fertigung illustriert Dr. Michael Ott, Head of Technology Catalyst & Sustainability am Technology Center Mechatronic Products. Er verdeutlicht das am Beispiel der Polymerverarbeitung. Die Potenziale und Anwendungen von Hochleistungspolymeren im medizinischen 3D-Druck bestimmen dann auch noch weitere Vorträge. Evonik treibe etwa seit Jahren den 3D-Druck von Implantaten aus dem Thermoplast PEEK (Polyetheretherketon) voran. Das ermögliche sogenannte „Point of Care“-Behandlungen, verbessere die Designfreiheit und werde bereits weltweit erfolgreich eingesetzt – etwa für Wirbelsäulenimplantate. Darüber wird Dr. Philip Engel, Verantwortlicher für das Marktsegment Medical bei Evonik, berichten. So werden inzwischen gedruckte Wirbelsäulenimplantate aus PEEK in Serie hergestellt – mit, wie betont wird, beeindruckenden Erfolgsdaten aus der klinischen Nutzung. Mit der steigenden Anzahl behandelter Patienten erhöhe sich dabei zwangsläufig auch die Produktionsmenge. Diese Entwicklung verbessert die Effizienz hin zur kommerziellen Serienproduktion, heißt es weiter.

Und den Weg von einem Start-up zur Entwicklung des ersten 3D-gedruckten PEEK-Schädelimplantats zeichnet Dr. Stefan Leonhardt, Director Medical Devices bei 3D Systems, nach. Er will klarmachen, wie der Erfolg der Implantate im klinischen Umfeld kam und gibt Einblicke in die Zusammenarbeit mit Krankenhauspartnern, die eine Vision Wirklichkeit werden ließen. Auch wird erläutert, wie man technische, behördliche und marktspezifische Herausforderungen bewältigen kann, um gleichzeitig die Grenzen der medizinischen additiven Fertigung zu erweitern.

Deutlich schneller zu perfekt passenden Mund-Kiefer-Implantaten

Wie die Kombination von additiver Fertigung und digitaler Planung die Herstellung individueller Implantate für den Mund-Kiefer-Gesichtsbereich ermöglicht, ist dann das Vortragsthema von Karl Hannes Späth, Entwicklungsingenieur bei KLS Martin. Denn oft würden solche Indikationen noch mit zweidimensional geformten Platten versorgt, die der Arzt meist im Operationssaal an die Anatomie des Patienten sozusagen hinbiegt. Mithilfe der oben genannten Kombination aus Know-how ließe sich aber direkt ein Implantat mit perfekter, auf den Patienten zugeschnittenen Passform erreichen. Zusätzlich erspare dieses Vorgehen dem Betroffenen Schmerzen, verkürze die Genesungsdauer und verringere die Behandlungskosten.

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