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RoHS-konforme Gleitlager Am 22. Juli enden die Ausnahmeregeln für Medizinprodukte

Redakteur: Peter Reinhardt

Seit Anfang des Jahres gelten mit der erweiterten EU-Richtlinie 2011/65/EU (RoHS II) in immer mehr Bereichen verschärfte Grenzwerte für Gefahrstoffe. Ab dem 22. Juli stehen Produkte mit unzulässig hohen Konzentrationen, wie etwa bleihaltige Gleitlager, auch in der Medizintechnikindustrie vor dem Aus.

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Nur ein Beispiel für die Vielzahl RoHS-konformer Werkstoffe ist Iglidur G, der als universeller Werkstoff für unterschiedlichste Anwendungen geeignet ist.
Nur ein Beispiel für die Vielzahl RoHS-konformer Werkstoffe ist Iglidur G, der als universeller Werkstoff für unterschiedlichste Anwendungen geeignet ist.
(Bild: Igus)

Als RoHs-konforme Alternative bietet Igus seine Iglidur-Polymer-Gleitlager an. Sie versprechen Herstellern Rechts- und Funktionssicherheit, Anwendern gefahrlose Nutzung und Entsorgung.

Verschärfte RoHS-Richtlinien

Seit Mitte der 1990er Jahre gelten für Elektro- und Elektronikgeräte sowie deren Komponenten europaweit Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung umweltgefährdender Stoffe. Diese unter der Abkürzung RoHS (Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances) stetig verschärften Richtlinien setzen Grenzwerte für den Einsatz von industriell notwendigen, aber potenziell gesundheitsschädlichen Stoffen wie Chrom, Blei, Quecksilber oder Brom fest. Mit der neuen RoHS-II-Norm wird für die meisten Produkte ein Höchstwert von 0,1 Prozent des Gesamtgewichtes festgelegt.

Viele Produzenten mussten bereits in der Vergangenheit ihre Produktionsverfahren umstellen – weitere müssen jetzt reagieren, da Ausnahmeregelungen, wie beispielsweise für die Medizin- und Kontrolltechnik, mit diesem Monat auslaufen. Da auch in Ländern wie den USA, Japan oder China ähnliche Regularien in Kraft gesetzt werden, müssen diese Standards zunehmend global erfüllt werden. Metallische Verbundlager bestehen jedoch häufig aus Legierungen, die nicht RoHS-konform sind.

Nicht-metallische und RoHS-unbedenkliche Inhaltsstoffe

Medizintechnikhersteller, die die RoHS-Konformität berücksichtigen, haben mit Iglidur-Lagern direkt eine Alternative. Denn die in der Richtlinie erfassten Substanzen spielen bei diesem aus thermoplastischen Kunststoffcompounds bestehenden Werkstoff grundsätzlich keine Rolle. Die auf dem Prinzip der inkorporierten Trockenschmierung beruhende Lagertechnik benutzt für die Compounds aus tribologisch optimierte Basispolymeren, Festschmier- und Füllstoffen ausschließlich nicht-metallische und RoHS-unbedenkliche Inhaltsstoffe.

Planungssicherheit für die Zukunft

Die Bestimmungen der RoHS-Richtlinie unterliegen darüber hinaus einer permanenten Überprüfung und somit der Möglichkeit zukünftiger Revisionen der gesetzlichen Vorgaben. Hersteller, deren Geräte und Komponenten heute noch die zulässigen Grenzwerte erfüllen oder zur Zeit sogar noch von den Normen ausgenommen sind, müssen mit einer weiteren Verschärfung rechnen.

Iglidur-Polymergleitlager versprechen bereits heute Planungssicherheit. Denn neben ihren traditionellen Vorteilen der Wartungs- und Schmiermittelfreiheit kämen alle Igus-Produkte prinzipiell ohne gefährliche Substanzen aus, so der Anbieter. RoHS-Konformität sei deshalb eine der natürlichen Eigenschaften von Iglidur-Gleitlagern. Sie sicherten aber nicht nur hinsichtlich des Gesetzgebers ab: „Durch die Möglichkeit der Lebensdauer-Berechnung und der Konfiguration mit Online-Tools lassen sich RoHS-konforme Metalllager unkompliziert und schnell austauschen durch Iglidur-Gleitlager“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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