Suchen

Wacker Chemie AG

3D-Silikondruck ermöglicht innovative Designs und komplexe Geometrien

| Redakteur: Alexander Stark

Der Münchner Chemiekonzern Wacker hat seine unter dem Namen Aceo firmierenden Dienstleistungen für den 3D-Druck von Silikonen mit einem neuen Drucklabor in den USA erweitert. Sitz der Einrichtung ist das unternehmenseigene Forschungs- und Entwicklungszentrum für Silikone in Ann Arbor im Bundesstaat Michigan.

Firmen zum Thema

Anatomisches Modell einer Herzklappe aus Silicon, hergestellt mit dem Drop-On-Demand-Verfahren von Wacker.
Anatomisches Modell einer Herzklappe aus Silicon, hergestellt mit dem Drop-On-Demand-Verfahren von Wacker.
(Bild: Steffen Wirtgen / Wacker Chemie)
  • Erstes Aceo Open Print Lab in den USA nimmt Betrieb auf
  • Druck von Silikonkautschuken in unterschiedlichen Härtegraden und Farben möglich
  • Entwicklung von anspruchsvollen, zukunftsweisenden Lösungen

Für Aceo ist das Drucklabor in Ann Arbor die erste Einrichtung dieser Art außerhalb Deutschlands, wobei 3D-Komponenten aus Silikon weiterhin im Campus in Burghausen produziert werden. Grund für die Investition ist der steigende Bedarf von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der additiven Fertigung in Nordamerika. Zur Ausstattung des Print Lab gehören unter anderem zwei 3D-Hochleistungsdrucker. Silikonelastomere mit unterschiedlichsten Shore A-Härtegraden und in zahlreichen Farben können dort ebenso gedruckt werden wie medienresistente FVMQ-Silikone. Die Aceo-Technologie ermöglicht die Realisierung völlig neuer Produktdesigns und komplexer Geometrien, wie sie fürs Rapid-Prototyping benötigt werden. Das Verfahren eignet sich aber auch für die Serienfertigung und kostengünstige Herstellung von Ersatzteilen.

Das Unternehmen will die Technologie künftig weltweit anbieten. Das Drucklabor in Ann Arbor sei dafür ein erster Meilenstein, betont Bernd Pachaly, Leiter des Aceo-Projekts: “Nordamerika ist der größte und dynamischste Markt für 3D-Druck. Mit der neuen Einrichtung sind wir künftig in der Lage, Geschäftspartner in der Region von den faszinierenden Möglichkeiten des 3D-Drucks mit Flüssigsiliconkautschuk zu überzeugen.” Während Produktion und Versand der gedruckten Teile weiterhin durch die Zentrale in Burghausen erfolgt, wird sich das US-Labor vor allem auf die Beratung von Kunden und auf die Projektarbeit konzentrieren. Von Anfang an soll die Entwicklung siliconbasierter Produkte für Schlüsselindustrien wie die Medizintechnik, das Gesundheitswesen, den Transport-, Luft- und Raumfahrtsektor sowie die Elektronikindustrie im Vordergrund stehen.

Lesen Sie auch

Weitere Artikel über Patente finden Sie in unserem Themenkanal Konstruktion.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45553618)