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Artec 3D-Scanner für bewegliche Objekte

Redakteur: Peter Reinhardt

Das Thema 3D-Druck ist in aller Munde. Doch bevor patientenspezifische Produkte schichtweise aufgebaut werden können, müssen zunächst entsprechende 3D-Daten erfasst und aufbereitet werden. Das ist bei beweglichen Objekten, wie es Menschen in der Regel sind, nicht ganz trivial. Aber mit den richtigen Geräten und Software-Tools ist heute sehr wohl auch zielführendes In-vivo-Scanning möglich.

Vergleich vorher-nachher beim nicht-starren In-vivo-Scanning für den 3D-Druck: Einzelscans aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden grob nachbearbeitet, automatisch in einem globalen Koordinatensystem angeordnet und zu einem 3D-Modell fusioniert.
Vergleich vorher-nachher beim nicht-starren In-vivo-Scanning für den 3D-Druck: Einzelscans aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden grob nachbearbeitet, automatisch in einem globalen Koordinatensystem angeordnet und zu einem 3D-Modell fusioniert.
(Bild: Artec)

Gleichgültig ob für Medizin, Mass Customisation oder Mode: Das Digitalisieren von lebenden Menschen mit 3D-Scannern zur Entwicklung und Fertigung individuell angepasster Produkte zieht in immer mehr Bereiche ein.

Vor dem 3D-Druck steht das In-vivo-Scanning

3D-Scanner liefern dazu im Handumdrehen die benötigten CAD-Daten. Mit Lösungen von Artec gelingt das auch bei Objekten, die ihre Form oder Lage beim Scannen leicht verändern, beispielsweise infolge der Atmung oder von leichten Bewegungen des Kopfes beziehungsweise anderer Körperteile. Die professionelle Scan-Software Artec Studio verfügt über viele Funktionen, die das In-vivo-Scannen erheblich vereinfachen.

Der Ablauf: Zunächst werden verschiedene Einzelscans aus unterschiedlichen Blickwinkeln grob nachbearbeitet, automatisch in einem globalen Koordinatensystem angeordnet und zu einem 3D-Modell fusioniert. Die Software fügt dann alle Einzelscans auf Knopfdruck zu einem 3D-Modell ohne Stufen oder fehlerhafte Übergange zusammen.

3D-Prozesskette für personalisierte Produkte

Mit Hilfe der Funktion „nicht-starre Anpassung“ können Formunterschiede ausgeglichen werden, die durch Bewegungen der aufgenommenen Personen während des Scannens entstehen. Der leistungsstarke Algorithmus erkennt semi-automatisch charakteristische Geometrien, interpoliert die Daten von einander ähnlichen Partien und verbessert sie so, dass ein hochwertiges, konsistentes 3D-Modell entsteht. Dies ist die Grundlage für alle weiteren Schritte der 3D-Prozesskette hin zu individuellen, personalisierten Produkten.

Die nicht-starre Anpassung im Video

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