LK Mechanik

Wie Pulver, Perlen und Polymere Werkstückträger schützen und optimieren

| Redakteur: Alexander Stark

Das Elektropolieren reduziert das Keimanhaftungsvermögen von Edelstahl-Oberflächen und das Risiko von Kreuzkontaminationen auf ein Minimum.
Das Elektropolieren reduziert das Keimanhaftungsvermögen von Edelstahl-Oberflächen und das Risiko von Kreuzkontaminationen auf ein Minimum. (Bild: LK Mechanik)

LK Mechanik gehört zu den führenden Herstellern von Werkstückträgern, Reinigungsbehältern und Sterilisierungstrays für Industrie und Medizintechnik. Diese Position beruht unter anderem auf der Kompetenz auf dem Gebiet der Oberflächenoptimierung.

  • Prozessspezifische Optimierung von Werkstückträgern, Reinigungsbehältern und Steri-Trays
  • Elektropolieren von Edelstahloberflächen reduziert das Kreuzkontaminationsrisiko auf ein Minimum
  • Galsperlen-Strahlverfahren erzeugt matte und homogene Oberflächen
  • Unterschiedliche Beschichtungen verschönern und schützen Werkstückträger und Reinigungsbehälter

Das Abtropfverhalten der Reinigungsmedien positiv beeinflussen, die schonende Aufnahme hochempfindlicher Bauteile ermöglichen oder die Bildung von Keimnestern ausschließen – für die oberflächentechnische Optimierung von Werkstückträgern, Waschgefäßen und Sterilisierungstrays gibt es viele Gründe. Das weiß auch Geschäftsführer Matthias Kroll vom Unternehmen LK Mechanik, das in Deutschland zu den führenden Herstellern in diesem Marktsegment gehört. Die Träger- und Behältersysteme aus Heuchelheim sind hochwertige Premiumlösungen aus Edelstahl und kommen sowohl in der industriellen Montage-, Materialfluss- und Reinigungstechnik als auch in Medizin- und Labortechnik zum Einsatz. „Bei unseren Produkten handelt es sich zum großen Teil um maßgeschneiderte, aufgabengerechte Kundenlösungen aus Edelstahl 1.4301 oder höher legierten Werkstoffen. Für deren Fertigung nutzen wir moderne Verfahren wie das Laserfeinschneiden, das Wasserstrahl-Feinschneiden und das Präzisionsstanzen. Außerdem – und das ist eine besondere Stärke unseres Hauses – setzen wir eine ganze Reihe verschiedener Verfahren der Oberflächenveredelung ein, um das Design unserer Werkstückträger, Reinigungsbehälter und Steri-Trays prozessspezifisch zu optimieren“, erklärt Matthias Kroll. Was das im Einzelfall bedeuten kann, erschließt sich dem Betrachter bei einem Blick in das oberflächentechnische Portfolio von LK Mechanik.

Soll es glänzen oder nicht?

Eine zentrale Rolle im Oberflächentechnik-Programm von LK Mechanik spielen die mechanischen Bearbeitungsverfahren. Viele Träger- und Behältersysteme durchlaufen beispielsweise das Elektropolieren, wodurch das Keimanhaftungsvermögen ihrer Edelstahl-Oberflächen und das Risiko von Kreuzkontaminationen auf ein Minimum reduziert werden. Das ist nicht nur in Medizintechnik und Biochemie von hoher Relevanz, sondern auch in Lebensmittelindustrie, Mikroelektronik und Hochvakuumtechnik. Dürfen die Werkstückträger oder Reinigungsbehälter hingegen aus verfahrenstechnischen Gründen ganz bewusst keine Hochglanzflächen aufweisen, so setzt LK Mechanik das Glasperlen-Strahlverfahren ein. „Hierbei erhalten unsere Edelstahl-Produkte eine mattglänzende, leicht raue, aber homogene Oberfläche. Sie wirkt Reflexionen und Blendungen entgegen, die zum Beispiel die Funktion optischer Sensoren in vollautomatisierten Prozessen beeinträchtigen können“, erläutert Matthias Kroll.

Ergänzendes zum Thema
 
Verschönern und schützen
Beschichtungen schützen empfindliche Oberflächen vor schädlichen Einflüssen und lassen sich zur optischen Gestaltung der Träger und Behälter einsetzen.

Weitere mechanische Bearbeitungsverfahren, die bei LK Mechanik täglich zum Einsatz kommen, sind das Feinentgraten, das Feinschleifen und das Laserbeschriften. Das Feinentgraten gewährleistet die absolute Gratfreiheit der oft sehr dünnwandigen Werkstückträger oder Reinigungsbehälter. Damit werden gleich zwei Positiveffekte erreicht: Keime und Schmutzpartikel finden weniger „Nährboden“ und Hautverletzungen des Anwenders sind so gut wie ausgeschlossen. Das nasse oder trockene Feinschleifen hingegen ist nicht nur ein vorbereitender Prozessschritt für das Polieren, sondern ermöglicht es auch, Oberflächenstrukturen zu realisieren, die die Fließrichtung oder das Ablauftempo von Reinigungsmedien beeinflussen können. Beim Laserbeschriften schließlich lassen sich die Werkstückträger, Waschbehälter oder Steri-Trays von LK Mechanik mit unverwechselbaren Typenkennungen, kundenspezifischen Codierungen oder produkttypischen Markierungen versehen.

Verschönern und schützen

Den zweiten großen Bereich im oberflächentechnischen Leistungsspektrum von LK Mechanik bilden die Beschichtungsverfahren. Hier reicht die Bandbreite des Unternehmens vom Lackieren über das Pulverbeschichten bis hin zum Auftragen von Harteloxal- oder Hochleistungspolyamid-Coatings. Während durch die Farbgebung im Lackieren oder Pulvern vorrangig kundenspezifische Designwünsche realisiert werden, dient die Applikation thermoplastischer Ummantelungen in der Hauptsache dem Produktschutz. Dazu berichtet Geschäftsführer Matthias Kroll: „Wenn unsere Werkstückträger oder Reinigungsbehälter in Optik, Messtechnik oder Feinwerktechnik besonders empfindliche Bauteile sicher und schonend aufnehmen müssen, dann können wir sowohl ausgesuchte teileführende Bereiche als auch komplette Aufnahmen, Einlegeböden oder Gestelle mit weichen thermoplastischen Kunststoffen beschichten.“ Und je nach Anwendungsfall kommen bei LK Mechanik dafür die unterschiedlichsten Beschichtungen zum Einsatz.

Für alle Fälle, die LK Mechanik nicht mit seinen eigenen Inhouse-Verfahren abdecken kann, hat das Unternehmen vorgesorgt, indem es sich im Laufe der Jahre ein Netzwerk von ausgesuchten und hochqualifizierten Partnerfirmen in direkter Nachbarschaft aufgebaut hat. Mit deren Hilfe kann es heute fast jede oberflächentechnische Herausforderung annehmen und mit der passenden State-of-the-Art-Lösung bewältigen. „Unsere Partner sind allesamt Meister ihrer Zunft und unterstützen uns bei unserer Zielsetzung, für jede Aufgabenstellung die passende Oberflächenlösung parat zu haben“, sagt Geschäftsführer Matthias Kroll.

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