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Stiftung für Medizininnovationen Warum es Start-ups aus der Gesundheitsbranche besonders schwer haben

Redakteur: Julia Engelke

Am 3. Dezember startet die sechsteilige Veranstaltungsreihe „Wie kommt das Neue in die Medizin?“ der Stiftung für Medizininnovationen. Die Reihe beleuchtet die Herausforderungen für neue Ideen in der Gesundheitsbranche und diskutiert eine Verbesserung der Chancen für Gründungsinteressierte.

Im Mittelpunkt der Produktentwicklung steht eine neue Idee: Junge Gründungsinteressierte im Gesundheitsbereich, die ihre Ideen in Produkte zunächst in kleinen Start-ups umsetzen möchten, haben es aber im Medizinbereich besonders schwer (Symbolbild).
Im Mittelpunkt der Produktentwicklung steht eine neue Idee: Junge Gründungsinteressierte im Gesundheitsbereich, die ihre Ideen in Produkte zunächst in kleinen Start-ups umsetzen möchten, haben es aber im Medizinbereich besonders schwer (Symbolbild).
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

In den Laboren und der täglichen Arbeit bei der Krankenversorgung werden viele interessante Ideen geboren, die die Diagnostik und Therapie oder die Bewältigung von Gesundheitsproblemen der Betroffenen verbessern können. Junge Gründungsinteressierte im Gesundheitsbereich, die ihre Ideen in Produkte zunächst in kleinen Start-ups umsetzen möchten, haben es aber im Medizinbereich besonders schwer. Medizinprodukte, auch Medizin-Apps, müssen besonders geprüft werden und die Zulassung auch einfacher technischer Produkte erfordert meistens klinische Prüfungen. Es ist ein langer und teurer Weg, bis die Kosten für ein neues Produkt von den Krankenkassen erstattet werden. Um die Erfolgschancen von Start-ups zu erhöhen, müssen die vielfältigen Stolpersteine aus der medizinischen Produktenwicklung frühzeitig in den Fokus der täglichen Arbeit rücken.

Die Tübinger Stiftung für Medizininnovationen hat daher die sechsteilige Veranstaltungsreihe „Wie kommt das Neue in die Medizin?“ (Start 3. Dezember) entworfen, welche die Herausforderungen für neue Ideen in der Gesundheitsbranche beleuchtet und eine Verbesserung der Chancen für Gründungsinteressierte diskutieren soll. Am Ende sollen die wichtigsten Grundregeln für einen erfolgreichen Marktzugang herausgearbeitet sein.

Impulsvorträge und individuelle Beratungssitzungen

In der ersten dreistündigen Veranstaltung werden die Herausforderungen in Impulsvorträgen von Fr. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg), Hr. Dr. Ingmar Hoerr (Gründer der Cure-Vac AG) und Prof. Ralf Kindervater (Geschäftsführer der Biopro Baden-Württemberg GmbH) diskutiert. Nach den Vorträgen debattieren die Referenten mit folgenden Gästen in einem Roundtable-Format: Frau Prof. Katja Schenke-Layland vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI), Herr Dr. Matthias Perleth vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), Herr Dr. Diedrich Bühler vom Spitzenverband der Krankenkassen (GKV-SV), Herr Tobias Brode vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und Prof. Eberhart Zrenner von der gemeinnützigen Stiftung für Medizin-Innovationen. Zum Abschluss werden zusätzliche individuelle Beratungssitzungen mit Branchen-/ Industrieexperten für spezifische Fragestellungen bzgl. Marktzugang im Gesundheitswesen, Zulassung von medizinischen Produkten, klinische Studien und Schutzrechte in separaten Online-Sitzungen angeboten.

Schon im Vorgespräch wies Herr Dr. Ingmar Hoerr darauf hin, dass man „als Gründer vor allem die Resilienz braucht, um trotz unzähliger, zermürbender Investorenabsagen immer weiter für seine Vision zu kämpfen.“ Frau Dr. Hoffmeister-Kraut stellt fest, dass „Start-ups in der Krise einmal mehr ihre große Bedeutung für unsere Volkswirtschaft unter Beweis gestellt haben. Sie leisten aktuell einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus wie auch bei der Beschleunigung notwendiger digitaler Transformationsprozesse. Mehr denn je sind wir auf junge, agile Unternehmen mit innovativen und kreativen Lösungen zur Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft angewiesen.“

Die Anmeldung und weitere Infos sind unter diesem Link zu finden.

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