Moderne Drug-Delivery-Devices stellen hohe Anforderungen an Kunststoffe: Neben Präzision, Prozesssicherheit und langfristiger Verfügbarkeit sind regulatorische Dokumentation, Änderungsmanagement und Liefersicherheit entscheidend. BASF unterstützt Kunden mit technischen Kunststoffen und einem umfassenden Servicepaket entlang von Materialauswahl, Verarbeitung und regulatorischen Anforderungen.
Mit Ultraform® PRO, Ultradur® PRO und einem erweiterten Serviceangebot für medizinische Anwendungen unterstützt BASF Hersteller von Drug-Delivery- und Diabetes-Care-Systemen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses.
(Bild: BASF SE)
Die Entwicklung von Medizinprodukten erfordert hohe Qualitätsstandards und belastbare Lieferketten. Für Drug-Delivery-Anwendungen müssen Kunststoffteile zuverlässig funktionieren und sich in automatisierten Prozessen stabil verarbeiten lassen. Die medizinischen Kunststoffe des BASF PRO Portfolios, darunter Ultramid®, Ultradur® und Ultraform®, bieten dafür maßgeschneiderte Eigenschaftsprofile von hoher Festigkeit und Dimensionsstabilität bis hin zu tribologisch optimierten Lösungen.
PRO steht bei BASF für „Profile Covered Raw Materials Only“. Das Konzept kombiniert definierte Rohstoffprofile, Rezepturkonstanz und erweiterte Qualitätskontrollen, um Medizintechnikherstellern eine verlässliche Basis für Validierungs- und Zulassungsprozesse zu bieten.
Das PRO-Servicepaket umfasst neben der Materialbereitstellung hohe Produktreinheit, konsistente Formulierung und erweitertes Änderungsmanagement. Ergänzt wird es durch Rückstellmuster und umfassende Dokumentation sowie zusätzliche Qualitätskontrollen für Rohstoffe und Endprodukte. Ergänzend stellt BASF je nach Anwendung Informationen zu regulatorischer Konformität, Biokompatibilität und weiteren relevanten Nachweisen (Drug-Master-File) bereit und unterstützt Kunden mit technischer Expertise entlang des gesamten Produktentwicklungszyklus.
Anwendungen: Drug-Delivery und Diabetes-Care im Fokus
Für Drug-Delivery- und Diabetes-Care-Anwendungen bietet BASF v. a. Ultraform® PRO und Ultradur® PRO an.
Inhalatorkomponenten aus Ultraform® und Ultradur® PRO bieten hervorragende Gleit- und Reibungseigenschaften für eine zuverlässige und reibungslose Funktion.
(Bild: BASF)
Ultraform® PRO (POM) eignet sich für präzise, tribologisch beanspruchte Bauteile. Das Material unterstützt niedrige Reibwerte, gute Gleiteigenschaften und hohe Maßhaltigkeit und trägt damit zu einer zuverlässigen Funktion mechanischer Komponenten bei.
Ultradur® PRO (PBT) ist für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Festigkeit, Steifigkeit, Dimensionsstabilität und ein robustes Verarbeitungsverhalten ausgelegt.
Beide Werkstoffe ermöglichen eine gezielte Materialauswahl für Komponenten, bei denen präzise Bewegungs- und Dosiervorgänge entscheidend sind.
Ergänzend bietet BASF neu entwickelte Kunststoffe mit optimierter Laserbeschriftbarkeit. Sie ermöglichen eine dauerhafte, kontrastreiche Kennzeichnung ohne Etiketten und unterstützen so Rückverfolgbarkeit, Prozesssicherheit und regulatorische Anforderungen im Healthcare-Bereich.
Insulin-Pen mit Funktionsteilen aus Ultraform® und Ultradur® PRO für eine präzise Dosierung.
(Bild: BASF)
Drug-Delivery-Devices werden zunehmend außerhalb klinischer Umgebungen eingesetzt. Dadurch steigen die Anforderungen an Bedienkomfort, Zuverlässigkeit und industrielle Skalierbarkeit. In Anwendungen wie Insulinpens, Autoinjektoren, Insulinpumpen oder CGM-Systemen übernehmen technische Kunststoffe zentrale Funktionen in mechanischen Baugruppen und Gehäusen.
Die Bandbreite reicht von hochpräzisen Kleinteilen bis zu strukturellen Komponenten. Für die optimale Werkstoffauswahl müssen Anforderungen wie Kräfte, Toleranzen, Medienkontakt, Sterilisation sowie die Funktion des Bauteils bereits früh in der Entwicklung berücksichtigt werden.
Technische Unterstützung und regulatorische Sicherheit
Im Mittelpunkt des BASF-Angebots steht die Kombination aus leistungsfähigen Werkstoffen und anwendungstechnischer Unterstützung. Das Spektrum reicht von der Materialauswahl über Füll- und Versagenssimulationen bis hin zu Bauteilprüfungen und Verarbeitungsberatung.
Eine besondere Rolle spielen tribologische Eigenschaften, da Drug-Delivery-Systeme eine präzise Dosierung bei geringen Betätigungskräften und niedrigem Startwiderstand ermöglichen müssen. Neben den ohnehin sehr guten Gleiteigenschaften von POM bietet BASF tribologisch optimierte Ultraform®-PRO-Typen für anspruchsvolle Kunststoff-Kunststoff-Reibpaarungen an.
Darüber hinaus entwickelt BASF Reibpartner auf Basis von Ultradur® PRO, die kein PFAS enthalten, als potenzielle Alternative zu PTFE. Erste Untersuchungen in Kombination mit Polycarbonat (PC) zeigen vielversprechend niedrige Reibwerte. Die endgültige Bewertung erfordert jedoch Tests an realen Geräten, da sich tribologische Effekte nur eingeschränkt aus Modellsystemen ableiten lassen.
Die regulatorische Verantwortung für Medizinprodukte liegt beim Hersteller bzw. Inverkehrbringer. BASF unterstützt diesen Prozess durch technische Expertise und belastbare Materialdaten. Entscheidend sind dabei Anwendung, Risikoklasse, Kontaktbedingungen, Sterilisationsverfahren sowie die Funktion des Kunststoffbauteils im jeweiligen System.
Nachhaltigkeit und Co-Creation
Hersteller von Drug-Delivery- und Diabetes-Care-Systemen müssen Nachhaltigkeitsziele mit den hohen Anforderungen an Sicherheit, Qualität und regulatorische Compliance in Einklang bringen. Ein wichtiger Ansatz liegt bereits im Produktdesign. Monomaterial-Konzepte, z. B. POM/POM-Gleitpaarungen, können die Materialvielfalt reduzieren und zukünftige Verwertungswege vereinfachen.
Inhalator mit mechanischen Komponenten aus dem Engineering Plastics PRO Portfolio von BASF.
(Bild: BASF)
Auch mechanisch recycelte Kunststoffe gewinnen grundsätzlich an Bedeutung, müssen in Healthcare-Anwendungen jedoch sorgfältig hinsichtlich möglicher Kontaminationsrisiken, Biokompatibilität, Materialreinheit und regulatorischer Anforderungen bewertet werden.
Ergänzend bieten Mass Balance und ChemCycling® die Möglichkeit, alternative oder recycelte Rohstoffe bereits am Anfang der Wertschöpfungskette einzusetzen und zertifizierten Produkten zuzuordnen. Das Ergebnis sind Drop-In-Lösungen mit gewohntem Eigenschafts- und Verarbeitungsprofil, die fossile Ressourcen einsparen und Nachhaltigkeitsziele unterstützen.
Neben der Zirkularität rückt die Reduktion des Product Carbon Footprint (PCF) in den Fokus. BASF treibt die Entwicklung von Materialien mit reduziertem PCF gezielt voran. Durch Verbundeffekte, erneuerbare Energien und optimierte Produktionsprozesse stehen Lösungen zur Verfügung, die einen deutlich reduzierten Product Carbon Footprint (PCF) bei unverändertem Eigenschaftsprofil ermöglichen.
Entscheidend ist eine enge Co-Creation, die Nachhaltigkeit, funktionale Anforderungen, Regulierung und Industrialisierung von Beginn an zusammenführt.
Fazit
Medizinische Kunststoffanwendungen erfordern leistungsfähige Materialien, verlässliche Dokumentation, kontrollierte Prozesse und technische Unterstützung. Mit Ultraform® PRO, Ultradur® PRO und einem erweiterten Serviceangebot für medizinische Anwendungen unterstützt BASF Hersteller von Drug-Delivery- und Diabetes-Care-Systemen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses.
Die Kombination von Materialkompetenz, globaler Produktions- und Entwicklungserfahrung, regulatorischer Expertise und nachhaltigen Lösungsoptionen hilft, Entwicklungsrisiken zu reduzieren und präzise, robuste und zuverlässige Produkte für Patienten zu realisieren.
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.